So, 09.09.2018

Berliner TSC gg. SFC Stern 1900 --> 0:3

 

Da das erste Punktspiel auf heimischem Boden als eher durchwachsen bezeichnet werden konnte, mussten heute auswärts die ersten 3 Punkte her. Leider hatten wir wieder einige Absagen zu verkraften, auch eine sehr kurzfristige. Jedoch war unsere Kapitänin Sophie wieder im Team, ebenso Zoe, die beide im ersten Punktspiel noch gefehlt haben. Das erlaubte es uns etwas offensiver zu agieren und auf Konter zu spielen. Dennoch wollten wir das Mittelfeld kontrollieren und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Wir mussten allerdings auch mit unseren Kräften schonend umgehen, da wir nur eine Möglichkeit zum Wechseln hatten. Bei den Temperaturen (mal wieder) eher nicht optimal... 

Doch die Mädels gaben von Anfang an Vollgas. Der Ball lief flüssig über die einzelnen Stationen aus der Abwehr heraus... Immer wieder Tempoverlagerungen und schnelle Seitenwechsel. Der Berliner TSC hatte es in der Anfangsphase nicht leicht mit dem Tempo der Sterner mitzuhalten. Doch taten wir uns vor dem Tor irre schwer. Da fehlt es manchmal noch am Selbstvertrauen und der Überzeugung im entscheidenen Moment das Richtige zu tun. Bis zum Strafraum lief das alles sehr konzentriert und schnell. Im Strafraum fehlte immer die letzte Konsequenz. Aber statt wie in den vergangenen Spielen nervös zu werden, spielten wir weiterhin ballsicher und ließen den TSC wenig Raum und Möglichkeiten ins Spiel zu finden. Die gegnerischen Flügelspielerinnen brachen dennoch einige Male durch und versuchten mit Querpässen in Strafraumhöhe unsere Abwehr zu überraschen. Das gelang ihnen jedoch nicht. Aber die rechte Flügelspielerin war durch ihr Tempo brandgefährlich und zwang uns schließlich zu einer Umstellung. Vivi wechselte von der rechten Außenverteidigung auf die linke Seite und hatte die Spielerin von da an im Griff. Wir zwangen die Verteidigung des TSC immer wieder zu riskanten Rettungstaten, die uns einige Ecken einbrachten. Eine kurz gespielte Ecke kam schließlich zu Sophie, die sich bis zur Grundlinie durchtankte und den Ball hoch über die Torhüterin spielte, die mit den Fingerspitzen noch dran war, aber den Ball nur leicht verlängerte, der dadurch optimal auf den zweiten Pfosten kam, an dem Debi das Leder nur über die Linie zu drücken brauchte. 1:0. Endlich. Jetzt hieß es nachlegen. Jedoch wirkten wir vor dem Tor weiterhin nicht wirklich entschlossen und so kamen die Bälle eher ungefährlich auf die Torhüterin des TSC oder "gefährlich weit" NEBEN das Tor. Die Ecken brauchten auch nichts Zählbares ein. Anna böllerte die Pille schließlich nach einer wunderbaren Ablage vom 16er aus locker 22 Metern auf die Hütte. Leider drehte sich der Ball vom Tor weg und verfehlte es knapp. Ein weiteres Tor gelang uns bis zum Halbzeitpfiff nicht. Wir verzogen uns sofort in den Schatten eines Baumes. Der Platz kochte förmlich. 

 

Nachdem die Kinder etwas Obst gegessen und verschnauft haben, ermahnten wir sie, nicht locker zu lassen und weiter den Ballbesitz zu forcieren. Dann kommen wir auch weiterhin zu Chancen. Wir spielten nun mit der Sonne. Der TSC hatte sich scheinbar auch einiges vorgenommen und ging nun entschlossener in die Zweikämpfe. Allen voran die TSC-Spielerin mit der 10 versuchte immer wieder spielerisch Akzente zu setzen. Jedoch war am Strafraum Schluss und Stern spielte mit schnellem Umschaltspiel wieder Richtung TSC-Kasten. Wir hatten keine dominante Seite, über die unser Spiel hauptsächlich lief... Anders noch als in vorangegangen Spielen verlagerten wir unser Spiel immer wieder und das ging dem TSC etwas zu schnell. So kam es dann auch zur gefährlichsten Chance bis dato. Wir spielten über links und Zoe sah Sophie auf der rechten Seite, der schnelle Pass, den Sophie am Strafraum sicherte und den Ball scharf und flach vor das Tor brachte. Konfusion vor dem TSC-Tor als die Torhüterin den ersten Schuss hielt, aber nach vorne abprallen ließ. Leonie setzte entscheidend nach und kickte den Ball mit der Innenseite in die Maschen. Das sehr verdiente 2:0. An der Seitenlinie erwarteten wir ein wütendes Aufbäumen vom TSC, aber Stern spielte weiterhin cool und unbeeindruckt auf des Gegners Tor. Lediglich die Spielerin mit der Nummer 10 wirbelte unser Mittelfeld durcheinander und setzte sich immer mal wieder bis zum Strafraum durch, aber hier fehlten dann die Abnehmer. Daraus entwickelte sich aber in einer Situation der Konter mit einem blitzschnellen Seitenwechsel über Zoe auf Sophie, die auf rechts durch war und den Ball quer in den Strafraum legte. Debi schoss im ersten Versuch die Torhüterin an und im zweiten hob sie den Ball über die überraschte Keeperin zum 3:0. Große Freude bei den Mädels, denn der Sieg war ihnen nicht mehr zu nehmen. Die Kraftreserven waren nämlich langsam aufgebraucht und das schnelle Sterner-Spiel und die Hitze forderten ihren Tribut. Der Berliner TSC kam zwischendurch noch durch einen individuellen Fehler zu einer Großchance. Die Stürmerin schien sichtlich überrascht, dass sie auf einmal frei vor unserer Torhüterin war, traf den Ball etwas ungenau und Leni im Kasten war schnell unten in der Ecke und klatschte den Ball zur Seite, den Larissa schließlich sicher wegkickte. Abpfiff. 

 

Wir und unsere mitgereisten Fans, wie auch die gegnerische Entourage sahen heute eine Menge Sterner-Chancen, die sicher locker zu einem 8:0 gereicht hätten. Aber es war schwierig auf dem aufgeheizten und extrem kleinen Platz des TSC und das haben die Mädels mit Bravour gemeistert. Sichtlich erschöpft konnten sie den Sieg gar nicht so richtig feiern, waren eher froh, dass endlich der Abpfiff ertönte. Nun gilt es Kräfte sammeln und noch einiges speziell trainieren, denn am kommenden Wochenende erwarten wir zu Hause den SV Chemie Adlershof.