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Spielbericht

 
Sa, 22.09.2018
TSV Rudow gg. SFC Stern 1900 --> 0:2

 

Heute hieß es auswärts auf dem Grün des TSV Rudow anzutreten. Ein wunderbares, aber ungewohnt weiches Geläuf. Das Wetter...? Naja... eher durchwachsen. Die letzten beiden Spiele konnten wir klar für uns entscheiden, mit größtenteils überragendem Fußball. Heute hieß es allerdings wachsam sein. Bereits beim Aufwärmen stellten wir fest, dass einige Spielerinnen von GW Neukölln (Absteiger aus der C-Juniorinnen-Verbandsliga mit anschließender "Zurückziehung") ihren Weg nach Rudow gefunden haben. Naheliegend, da direkte Nachbarn. Wir merkten, dass wir uns heute auf eine physisch und technisch starke Mannschaft einstellen mussten. Jedoch hatten wir aus den letzten beiden Partien eine Menge Selbstbewusstsein getankt, nicht nur in der Offensive, sondern vor allem in der Defensive. Doch wie bereits erwähnt mussten wir aufpassen. Durften nicht zu übermütig agieren. Sondern mussten uns Sicherheit über den Ballbesitz holen... Die Vorgabe war klar. Anknüpfen an die Qualitäten aus den letzten Spielen und uns nicht das Spiel des Gegners aufzwingen lassen. 

Doch das Spiel war in der ersten Halbzeit vielmehr ein offenener Schlagabtausch mit einigen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Rudow war über die 3 Offensivspielerinnen höllisch gefährlich. Im 1gg1 stark und sie kommunizierten unentwegt. Dagegen stand eine gut gestaffelte Defensive, die allerdings zu selten durch das Mittelfeld unterstützt wurde. Anfangs hatten wir Schwierigkeiten uns auf das Spiel der Rudower einzustellen. Dies wurde aber im Verlauf der ersten Halbzeit besser. Entscheidend war ein blitzschneller Angriff der Rudower über die Mitte, dessen Abschluss knapp über den Querbalken flog. Alle hatten schon mit der Führung des Gastgebers gerechnet. Danach ließen wir derartige Chancen nicht mehr zu. Rudow beschränkte sich auf das schnelle Spiel in die Spitze, das Mittelfeld und den Ballbesitz dominierten aber wir zusehends, kamen stark über die Außen und kombinierten hervorragend. Allerdings wieder nicht sonderlich zwingend vor dem Tor. Wir hatten uns sogar einige Ecken erkämpft, bei denen manchmal einfach der gewisse Moment fehlt. Etwas überraschendes, womit der Gegner nicht rechnet. Aber sonst hatten wir die Partie größtenteils im Griff. Die größte Chance zur Führung markierte ein indirekter Freistoß im Strafraum, knapp zehn Meter vom Tor entfernt (die Torhüterin von Rudow hatte einen Rückpass mit der Hand aufgenommen). Sophie stellte sich an das Leder und Zoe sollte abschließen. Der Schiedsrichter ermahnte die Rudower Spielerinnen den Abstand einzuhalten. Sophie tippte den Ball an, Zoe zog ab, aber der Ball segelte knapp einen Meter über die Latte. Etwas zu viel Rückenlage. Schade. Da wäre mit etwas mehr Selbstvertrauen mehr drin gewesen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Rudow nochmal eine Chance. Ein unsauber gespielter Ball, kam als Abpraller direkt in den Lauf der linken Außenstürmerin von Rudow. Die sprintete mit dem Leder Richtung Sterner-Tor und unsere Abwehr hatte Mühe, ihr zu folgen. Das Mittelfeld schaute zu und bewegte sich gemächlich in Richtung des eigenen 16ers. Glücklicherweise wurde diese Chance nicht genutzt. So ein Defensivverhalten nach dem Umschalten wird oft genug bestraft. Danach ertönte der Pfiff zur Halbzeitpause, in der wir die Mädels erstmal interne Diskussionen austragen und sie dann etwas zur Ruhe kommen ließen, um sie anschließend auf die zweite Halbezeit einzustimmen. In der Pause zog sich Leni zur Feldspielerin um, die in der ersten Hälfte eine überzeugende Leistung im Kasten abgeliefert hatte. Für die zweite Halbzeit ging Amelie ins Tor, die ebenfalls eine super Leistung ablieferte.

 

Die zweite Halbzeit begannen wir genauso wie die erste. Mit einem konsequenten Spiel nach vorne, waren auf Ballbesitz bedacht und auf das Unterbinden der gegnerischen Angriffe möglichst schon in der Hälfte des Gegners. Allerdings wurde das Spiel etwas ruppiger. Florence holte ihre Gegenspielerin nach einem Ballverlust mit einer gelbwürdigen Grätsche unsanft von Beinen. Die Spielerin musste danach erstmal ausgewechselt werden, kam später dann aber glücklicherweise unverletzt wieder auf den Platz. Die Revanche von Rudow folgte auf dem Fuße, als Leni im Mittelfeld ohne Ball einfach von hinten in American-Football-Marnier getakled wurde. Der Schiedsrichter hatte die Partie allerdings zu jeder Zeit im Griff und entschied in beiden Fällen korrekterweise auf Freistoß. Die härtere Gangart der Rudower beeindruckte Stern wenig. Wir spielten weiter unser schnelles Spiel. Ein guter Angriff über die rechte Seite in Minute 55 mit einem Querpass in die Mitte, brachte die Rudower Hintermannschaft erheblich in Bedrängnis. Der erste Abschluss ging auf die Torhüterin, Debi stand anschließend goldrichtig am zweiten Pfosten und netzte das Leder mit links ein. Die Führung. Endlich. Eine starke Vorbereitung über Sophie, Leonie und Sophie. Wir machten sofort weiter Druck und eroberten uns den Ball. Eine schnelle Kombination über die Mitte, die Zoe als Abnehmerin vorsah. Die tankte sich in der Mitte durch und ballerte die Pille unter Latte. Das 0:2 aus Rudower Sicht in der 57. Minute. Die Unzufriedenheit war der sehr jungen Rudower Mannschaft anzusehen. Die Angriffe der Weiss-Grünen (Grün-Weissen?) wurden in der zweiten Halbzeit von unserer starken Abwehr um Larissa, Antonia und Vivi technisch ansehnlich entschärft. Man hatte sich auf den Gegner eingestellt und wusste mittlerweile wohin die Bälle primär gespielt wurden. Vivi hatte noch eine Möglichkeit den Spielstand zu erhöhen, als sie von halbrechter Position aus, den auf sie zurollenden Ball direkt nahm und beherzt aus ca. 25 Metern abzog. Der Ball flog über die Torhüterin und knallte an die Latte. Ein Raunen ging durch die Sterner-Bank. Danach passierte nicht mehr viel und so brachten wir das Spiel gegen einen über die gesamte Dauer starken und unangenehmen Gegner relativ ungefährdet zu Ende. Eine super Performance von den Stern-Girls, die sich im Laufe des Spiels kontinuierlich gesteigert hat und uns den zweiten Tabellenplatz beschert. Zumindest erstmal bis morgen. Wir freuen uns nun auf das nächste Heimspiel am nächsten Sonntag. Da haben wir dann den SV Buchholz zu Gast.

 

 
So, 16.09.2018
SFC Stern 1900 gg. SV Chemie Adlershof --> 4:0

 

Heute wollten wir zu Hause beweisen, dass der letzte Sieg kein Zufall war. Mussten aber leider (wieder) einige Absagen verkraften, davon eine direkt am Gameday. Somit waren wir (erneut) nur zu zwölft. Als Auswechslerin hatten wir Amélie auf der Bank, unsere Nummer 2 im Tor. Also planten wir in Halbzeit 2 Amélie ins Tor zu wechseln und Leni (Torhüterin Nummer 1) kommt zur Abwechslung mal als Feldspielerin zum Einsatz. Als Gegner hatten wir den SV Chemie Adlershof zu Gast, den wir schon von einem Freundschaftsturnier und der Hallenrunde kannten. Eine physisch starke Mannschaft. Dem wollten wir mit unserer neu gewonnen Ballsicherheit und schnellem Passspiel begegnen. 

Und das klappte auf Anhieb hervorragend. Wir waren von Anfang an spielbestimmend. Ließen den Ball gut laufen und verloren wenige Bälle durch Unsicherheiten. Manchmal stimmt die Feinabstimmung noch nicht ganz oder die Übersicht wurde etwas vernachlässigt und der Ball "kopflos" irgendwohin gespielt, wo man halt in dem Moment einen Mitspieler vermutete. Das kam allerdings sehr selten vor. Die Kinder haben die taktischen Vorgaben über das ganze Spiel hinweg größtenteils hervorragend umgesetzt. Was allerdings anzumerken ist: Die Bereitschaft den Ball abschließend aufs Tor zu bringen, war das größte Manko der ersten Halbzeit. Wir versuchten den Ball regelrecht ins Tor "zu tragen". Die Möglichkeiten an der Strafraumgrenze oder auch innerhalb von diesem mal den Ball aufs Tor zu bringen, wurde dann durch einen weiteren Haken und noch einen und noch einen oder ein weiteres Abspiel und noch eins und noch eins weitestgehend viel zu leichtfertig vertändelt. Und wenn man doch mal frei den Torschuss wagte, dann kam dieser direkt auf die Arme der Torhüterin. Glücklicherweise brachte dies und auch der eine oder andere emotionale Ausbruch an der Seitenlinie die Mannschaft nicht aus der Ruhe und sie arbeitete weiter an der Führung. Adlershof war einige Male durch die rechte Flügelspielerin gefährlich nah am Strafraum zugegen, aber nicht gefährlich genug für eine gute Torchance. Körperbetont spielten sie... keine Frage, aber das wussten wir bereits und die Mädels waren darauf vorbereitet. Technisch beschlagener waren wir und das nutzten wir auch. Wir dominierten das Mittelfeld und die Abwehr hatte so gut wie keine Probleme. Zumindest keine die uns der Gegner aufzwang. Es war an der Offensivabteilung ihren Job zu erledigen. So fasste sich unsere Kapitänin Sophie endlich ein Herz und dribbelte nach einer guten Kombination zwei, drei Gegenspielerinnen am Strafraum aus und schloss unter Zuhilfenahme des Innenpfostens ins lange Eck ab. 1:0. Diese Aktion kam kurz vor dem Halbzeitpfiff, was uns sicherlich sehr gut tat. In der Pause sprachen wir einiges an, was nicht so gut lief... Hoben aber hervor, dass die Kinder einen hervorragenden Fussball spielen.

 

Die zweite Halbzeit startete wie die erste. Über die Mitte gab es kein Durchkommen für die Adlershofer. Zu zweikampfstark war das defensive Mittelfeld inklusive Innenverteidigung um Antonia, Larissa und Anna Und ebenso ballsicher lief es über die Mitte nach vorne. Dort stand Sophie in Minute 40 goldrichtig, als sie von halblinker Position aus den tippenden Ball mit dem Vollspann aus 18 Metern über die Torhüterin oben ins rechte Eck bugsierte. 2:0. Ein starkes Tor. Es geht also doch außerhalb des Strafraums. Stern spielte mutig weiter auf das gegnerische Tor. So war es schließlich Leonie, die 10 Minuten nach dem 2:0 mit dem Ball von rechts in den Strafraum lief und diesen an der Adlershofer Torhüterin vorbeischob. Ein sehr gerechtfertigtes 3:0. Danach hatten sowohl Debi als auch Toni und Zoe, die mit einer Oberschenkelverletzung bis zum Schluss durchhielt, noch einige sehr gute Chancen, die entweder knapp vorbei gingen oder durch die Torhüterin vereitelt wurden. Direkt ins Spiel integriert hatte sich auch Leni, die auf der linken Seite eine sehr gute Partie abgeliefert hatte. Auch unsere Ecken sorgten immer wieder für Gefahr wie auch die Angriffe, die zu diesen Ecken geführt haben. Letztendlich war es wieder Sophie, die sich über die Mitte in den Strafraum dribbelte und nur noch die Torhüterin vor sich hatte. Ein locker in die rechte untere Ecke geschobener Ball brachte das 4:0 und uns den Sieg. Ein tolles Spiel von allen Anwesenden, die trotz der mageren Wechselmöglichkeit mit (Fußball)Herz und (Fußball)Verstand die 3 Punkte geholt haben. Am nächsten Samstag spielen wir auswärts gegen den TSV Rudow. Wir werden an die starke Leistung anknüpfen wollen und diesmal hoffentlich mit einem größeren Kader anreisen können.

 

 So, 09.09.2018

Berliner TSC gg. SFC Stern 1900 --> 0:3

 

Da das erste Punktspiel auf heimischem Boden als eher durchwachsen bezeichnet werden konnte, mussten heute auswärts die ersten 3 Punkte her. Leider hatten wir wieder einige Absagen zu verkraften, auch eine sehr kurzfristige. Jedoch war unsere Kapitänin Sophie wieder im Team, ebenso Zoe, die beide im ersten Punktspiel noch gefehlt haben. Das erlaubte es uns etwas offensiver zu agieren und auf Konter zu spielen. Dennoch wollten wir das Mittelfeld kontrollieren und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Wir mussten allerdings auch mit unseren Kräften schonend umgehen, da wir nur eine Möglichkeit zum Wechseln hatten. Bei den Temperaturen (mal wieder) eher nicht optimal... 

Doch die Mädels gaben von Anfang an Vollgas. Der Ball lief flüssig über die einzelnen Stationen aus der Abwehr heraus... Immer wieder Tempoverlagerungen und schnelle Seitenwechsel. Der Berliner TSC hatte es in der Anfangsphase nicht leicht mit dem Tempo der Sterner mitzuhalten. Doch taten wir uns vor dem Tor irre schwer. Da fehlt es manchmal noch am Selbstvertrauen und der Überzeugung im entscheidenen Moment das Richtige zu tun. Bis zum Strafraum lief das alles sehr konzentriert und schnell. Im Strafraum fehlte immer die letzte Konsequenz. Aber statt wie in den vergangenen Spielen nervös zu werden, spielten wir weiterhin ballsicher und ließen den TSC wenig Raum und Möglichkeiten ins Spiel zu finden. Die gegnerischen Flügelspielerinnen brachen dennoch einige Male durch und versuchten mit Querpässen in Strafraumhöhe unsere Abwehr zu überraschen. Das gelang ihnen jedoch nicht. Aber die rechte Flügelspielerin war durch ihr Tempo brandgefährlich und zwang uns schließlich zu einer Umstellung. Vivi wechselte von der rechten Außenverteidigung auf die linke Seite und hatte die Spielerin von da an im Griff. Wir zwangen die Verteidigung des TSC immer wieder zu riskanten Rettungstaten, die uns einige Ecken einbrachten. Eine kurz gespielte Ecke kam schließlich zu Sophie, die sich bis zur Grundlinie durchtankte und den Ball hoch über die Torhüterin spielte, die mit den Fingerspitzen noch dran war, aber den Ball nur leicht verlängerte, der dadurch optimal auf den zweiten Pfosten kam, an dem Debi das Leder nur über die Linie zu drücken brauchte. 1:0. Endlich. Jetzt hieß es nachlegen. Jedoch wirkten wir vor dem Tor weiterhin nicht wirklich entschlossen und so kamen die Bälle eher ungefährlich auf die Torhüterin des TSC oder "gefährlich weit" NEBEN das Tor. Die Ecken brauchten auch nichts Zählbares ein. Anna böllerte die Pille schließlich nach einer wunderbaren Ablage vom 16er aus locker 22 Metern auf die Hütte. Leider drehte sich der Ball vom Tor weg und verfehlte es knapp. Ein weiteres Tor gelang uns bis zum Halbzeitpfiff nicht. Wir verzogen uns sofort in den Schatten eines Baumes. Der Platz kochte förmlich. 

 

Nachdem die Kinder etwas Obst gegessen und verschnauft haben, ermahnten wir sie, nicht locker zu lassen und weiter den Ballbesitz zu forcieren. Dann kommen wir auch weiterhin zu Chancen. Wir spielten nun mit der Sonne. Der TSC hatte sich scheinbar auch einiges vorgenommen und ging nun entschlossener in die Zweikämpfe. Allen voran die TSC-Spielerin mit der 10 versuchte immer wieder spielerisch Akzente zu setzen. Jedoch war am Strafraum Schluss und Stern spielte mit schnellem Umschaltspiel wieder Richtung TSC-Kasten. Wir hatten keine dominante Seite, über die unser Spiel hauptsächlich lief... Anders noch als in vorangegangen Spielen verlagerten wir unser Spiel immer wieder und das ging dem TSC etwas zu schnell. So kam es dann auch zur gefährlichsten Chance bis dato. Wir spielten über links und Zoe sah Sophie auf der rechten Seite, der schnelle Pass, den Sophie am Strafraum sicherte und den Ball scharf und flach vor das Tor brachte. Konfusion vor dem TSC-Tor als die Torhüterin den ersten Schuss hielt, aber nach vorne abprallen ließ. Leonie setzte entscheidend nach und kickte den Ball mit der Innenseite in die Maschen. Das sehr verdiente 2:0. An der Seitenlinie erwarteten wir ein wütendes Aufbäumen vom TSC, aber Stern spielte weiterhin cool und unbeeindruckt auf des Gegners Tor. Lediglich die Spielerin mit der Nummer 10 wirbelte unser Mittelfeld durcheinander und setzte sich immer mal wieder bis zum Strafraum durch, aber hier fehlten dann die Abnehmer. Daraus entwickelte sich aber in einer Situation der Konter mit einem blitzschnellen Seitenwechsel über Zoe auf Sophie, die auf rechts durch war und den Ball quer in den Strafraum legte. Debi schoss im ersten Versuch die Torhüterin an und im zweiten hob sie den Ball über die überraschte Keeperin zum 3:0. Große Freude bei den Mädels, denn der Sieg war ihnen nicht mehr zu nehmen. Die Kraftreserven waren nämlich langsam aufgebraucht und das schnelle Sterner-Spiel und die Hitze forderten ihren Tribut. Der Berliner TSC kam zwischendurch noch durch einen individuellen Fehler zu einer Großchance. Die Stürmerin schien sichtlich überrascht, dass sie auf einmal frei vor unserer Torhüterin war, traf den Ball etwas ungenau und Leni im Kasten war schnell unten in der Ecke und klatschte den Ball zur Seite, den Larissa schließlich sicher wegkickte. Abpfiff. 

 

Wir und unsere mitgereisten Fans, wie auch die gegnerische Entourage sahen heute eine Menge Sterner-Chancen, die sicher locker zu einem 8:0 gereicht hätten. Aber es war schwierig auf dem aufgeheizten und extrem kleinen Platz des TSC und das haben die Mädels mit Bravour gemeistert. Sichtlich erschöpft konnten sie den Sieg gar nicht so richtig feiern, waren eher froh, dass endlich der Abpfiff ertönte. Nun gilt es Kräfte sammeln und noch einiges speziell trainieren, denn am kommenden Wochenende erwarten wir zu Hause den SV Chemie Adlershof.

 

 

 
So, 02.09.2018
SFC Stern 1900 gg. SCC --> 0:3
 

Eeeeendlich. Liga-Start der Saison 18/19. Hier gilt es die Abgänge des 2003er-Jahrgangs (ok, wir hatten nur 4) zu kompensieren und die Zugänge aus der D-Jugend (ok, es sind nur drei 2005er plus ein Mädchen des Jahrgangs 2006, das aktuell noch in der D spielen könnte) schnell zu integrieren. Wir treten in dieser Saison mit einer Mannschaft an, die zur Hälfte aus dem jüngeren Jahrgang C besteht. Acht 2004er stehen zehn 2005ern und einer 2006er gegenüber. Nach einem gelungenen Test gegen den Verbandsligisten FC Internationale am vergangenen Wochenende, wollten wir heute den Grundstein für den weiteren Saisonverlauf legen. Leider fehlten uns für dieses Unterfangen 3 wichtige Spielerinnen in der Offensive. Aber glücklicherweise hatten wir unsere komplette Defensive auf dem Feld.

 

 
Wir starteten eigentlich recht gut in das Spiel. Trotz einiger Unsicherheiten (die lange Sommerpause hinterließ Spuren) kombinierten wir gut in des Gegners Hälfte. Die Zweikämpfe wurden angenommen, trotz der körperlichen Überlegenheit des SCC (fast nur älterer C-Jahrgang) auf vielen Positionen und wir ließen den Ball gut laufen. Doch nach vorne fehlte eindeutig die Durchschlagskraft und das war es auch letztendlich, weswegen wir dieses Spiel aus der Hand gaben und schließlich verloren. Denn der SCC verstärkte ab Mitte der ersten Halbzeit den Druck auf unser Tor. Wir wurden mehr und mehr an den eigenen Strafraum gespielt und durch die fehlende Entlastung nach vorne, schlichen sich auch zunehmend Fehler(chen) ein, die in der Summe dann aber zum 0:1 führten. Ein etwas ungenau gespielter Pass von rechts außen in die Mitte, führte dazu, dass wir in der Vorwärtsbewegung von dem Ballverlust überrascht wurden. Der SCC schaltete schneller mit einem Pass in die Schnittstelle und die Stürmerin war frei durch. Das zögerliche "Rauslaufen" unserer Torhüterin auf den steil gespielten Pass spielte der Stürmerin in die Karten, die den Ball an der Strafraumgrenze am langen Bein unserer Torhüterin vorbei legte und ins leere Tor schob. Ein vermeidbares Tor und das kurz vor dem Pausenpfiff. Ein Freistoß an der Strafraumgrenze des SCC mit einer nicht gut postierten Mauer, hätte den Ausgleichtreffer bringen können. Der Freistoß war gut getreten, aber leider zu unplatziert, so dass die gegnerische Torhüterin nicht wirklich Probleme mit der Abwehr hatte. Halbzeitpfiff.
 

Die zweite Halbzeit begannen wir überraschenderweise sehr unkonzentriert, trotz konkreter Anweisungen, den Ball wieder mehr laufen zu lassen, anstatt uns in unnötige Zweikämpfe zu verwickeln oder verwickeln zu lassen. Dieses unkonzentrierte Spiel führte drei Minuten nach Beginn zu einem katastrophalen Querpass im eigenen Strafraum, den der aufgerückte Gegner nur einzuschieben brauchte. Ich konnte nicht erörtern, wieso dieser Pass in dieser Situation am 5-Meter-Raum quer in die Beine der Spielerin gespielt wurde, anstatt die Pille notfalls lieber sicherer zur Ecke zu klären, mit der Pieke zur Seite rauszukicken "oder oder oder". Kann man im Nachinein nur als Blackout bezeichnen. Danach fanden wir nicht mehr so wirklich ins Spiel. Wir hatten noch einige Minichancen, die aber unsere Ersatz-Stürmerin nicht verwerten konnte, trotz einiger gut gespielter Kombinationen aus dem Mittelfeld heraus. Ein Weitschuss von Leonie über die Torhüterin landete leider knapp neben dem Pfosten. In der Summe aber dann doch viel zu wenig. So kam es, dass die Spielerin mit der 10 des SCC eine Minute vor dem Abpfiff eine Chance eiskalt nutzte und zum 0:3 einnetzte. 

 

Das machte auch den Unterschied aus... Der SCC hatte 5 gute Chancen und erzielte daraus 3 Tore. Eine sehr gute Quote. Auch ihrer quirligen Spielerin mit der Nummer 10 zu verdanken, die 2 Tore beisteuerte. Wir müssen schlussendlich noch einiges aufarbeiten und dann geht es nächste Woche zum Berliner TSC. 

 

 

 
 
So, 10.06.2018
SFC Stern 1900 gg. SV Lichtenberg 47 --> 2:4
 

 

Nachdem wir das Spiel gegen den Friedrichshagener SV aufgrund der "echt ärgerlichen" Ansetzungszeit von 18:15 an einem Dienstag und den damit verbundenen "Komplikationen" nicht antreten konnten, standen wir im letzten Spiel der Saison zu Hause auf dem Sterner dem SV Lichtenberg 47 gegenüber. Das Team haben wir in der ersten Runde des Pokals mit 4:1 nach Hause geschickt. Revanchiert haben sich die Lichtenberger Mädels dann im Hinspiel auf heimischen Platz mit einem bitteren 1:6. Da wir die letzten Spiele sehr erfolgreich bestritten, wollten wir heute die 3 Punkte holen. 

 
Jedoch kam es trotz der guten Vibes mal wieder anders. Eine völlig verpennte erste Halbzeit unserer Mädels, die die Emotionen an der Seitenlinie hochkochen ließ. Den Gegner frühzeitig attackieren? Fehlanzeige! Die Räume zustellen und schnell den Ball erobern? Fehlanzeige! Ball halten und schnell nach vorne kombinieren? Fehlanzeige! Also, alles das, was wir in den letzten Spielen über weite Strecken hervorragend demonstriert haben, war nicht mehr da. Es war, als wenn eine komplett andere Mannschaft auf dem Platz stand. Was nicht der Fall war, denn wir spielten mit (fast) der selben Startaufstellung wie gegen Buchholz. Aber wir agierten zurückhaltend, fast ängstlich, gegen einen körperlichen überlegenen Gegner. Wir suchten in der Offensive die Zweikämpfe, anstatt das schnelle Passspiel und in der Defensive vermieden wir die Zweikämpfe und ließen den Gegner sein Spiel aufziehen. So kam das Lichtenberger Team schnell zum ersten Treffer... der Ball konnte am Strafraum nicht geklärt werden, landete bei der Spielerin mit der Nummer 2, die böllerte direkt aufs lange Eck, unsere Torhüterin vergaß den Zwischenschritt und der Ball ging sauber ins Netz. Verhinderbares Tor? Jap. Zum Einen sollte der Ballverlust im Mittelfeld und der damit verbundene Konter bei schneller Passfolge kein Thema sein und zum Anderen war der Ball alles andere als unhaltbar. In Minute 6 lagen wir nun 0:1 hinten und ein wütendes Aufbäumen auf heimischem Boden sollte eigentlich die logische Konsequenz sein. Leider spielten wir so unkonzentriert weiter wie vor dem Gegentor. Unser Spielaufbau sah in einigen Szenen gut aus, aber leider waren wir zu passiv... Die 47er mussten nicht wirklich viel Aufwand betreiben, um unser Aufbauspiel zu zerstören und den Ball zu erobern. In Minute 26 wurde es mal wieder brenzlig an unserem Strafraum. Wir begleiteten die gegnerischen Spielerinnen, anstatt sie entscheidend zu stören. So konnte eine Lichtenbergerin aus 18 Metern abziehen und der Ball segelte über unsere Torhüterin, die zu weit vor dem Tor stand. Erneutes verhinderbares Tor? Erneutes "Jap". Das Kurzpassspiel am Strafraum könnte man energischer unterbrechen und die Anweisung an unsere Torhüterin bei einem Ball außerhalb des Strafraums auf der Linie zu stehen und nicht 3 Meter vor dem Tor, wurde ebenfalls nicht beherzigt. Also, 0:2. Keine 5 Minuten später, nämlich in der 25. Minute, stand es 0:3. Scheinbar hatten die Mädels genug, denn ein blitzschneller Spielzug über rechts in die Spitze mit den Station Sophie, Pauline und abschließend Zoe wurde in der 26. Minute mit dem 1:3-Anschlusstreffer belohnt. Es geht also doch. Aber unkonzentriert blieben wir weiterhin. Doch wir retteten uns in die Halbzeitpause. 
 
 
In dieser wurde es spieler- und trainerseitig etwas lauter und energischer in der Wortwahl. Wir waren selbstverständlich unzufrieden mit der gebotenen Leistung. Wussten wir doch, dass wir es besser können. Die Pausenzeit reichte aber um die Wogen auch wieder zu glätten und den Mädels ihre Fehler, aber auch ihre Stärken vor Augen zu führen. Das scheinen wir zu brauchen... Zeit um ins Spiel zu finden, Emotionen und eine deftige Ansprache. Denn nach dem Seitenwechsel legten wir richtig los. Lichtenberg kam kaum hinterher... Wir eroberten die Bälle durch konsequent geführte Zweikämpfe und kombinierten uns hervorragend an und in den Strafraum. Es war der Torhüterin zu verdanken, dass Lichtenberg nicht früher das Leder (erneut) aus dem Netz holen musste. Nichts war mehr von der unsicheren Spielweise aus der ersten Hälfte zu erkennen. Einzig die Chancenauswertung war hier in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte zu bemängeln. Alles andere passte einfach zusammen. So war es wieder Zoe, die nach einer sehr guten Ballstafette den Ball ins Eck böllerte und damit auf 2:3 verkürzte. Wir spielten vollkommen befreit auf... Doppelpässe, Pässe in die Schnittstelle, kreuzen, überlaufen... Das sah alles sehr gut aus. Die Lichtenberger Mannschaft wurde langsam panisch, was den Spielerinnen und dem Trainerstab anzumerken und zu hören war. Sie waren einfach nicht in der Lage in dieser Spielphase ein Mittel gegen unsere Mädels zu finden. Der Bruch kam leider durch die Trinkpause. Danach fanden wir nicht mehr so gut ins Spiel zurück. Zumal es im Spiel noch zwei längere Unterbrechungen gab, da eine Spielerin von Lichtenberg zweimal im Strafraum fiel und das beide Male unglücklich auf den Kopf. Nach dem zweiten Mal musste der Rettungswagen gerufen werden, der sie auch schließlich vorsichtshalber ins Krankenhaus fuhr. An dieser Stelle erstmal gute Besserung und eine schnelle Genesung. Der Lichtenberger Trainer forderte in beiden Situationen (wie sollte es auch anders sein) sofort den Elfmeterpfiff, der in beiden Fällen ausblieb. Wir sahen es in beiden Situationen anders. Der Schiedsrichter ebenfalls. Rückblickend betrachtet sehe ich da immer noch kein elfmeterwürdiges Foul, auch wenn es in einer Situation knifflig war. Wie auch immer... Leider waren wir nicht mehr so zwingend wie vor den Unterbrechungen. Dies nutzte Lichtenberg eiskalt, in dem sie die einzige Chance der zweiten Hälfte eiskalt nutzten. Der Ball wurde aus der eigenen Hälfte über unsere Abwehrreihe geklärt und die offensive Spielerin war eine Spur "gedankenschneller", erlief den Ball und konnte nicht mehr eingeholt werden. Der Ball war nicht besonders gut geschossen und unsere Torhüterin war noch dran. Aber der Ball fand den Weg trotzdem noch ins Tor. Mein Jubel über die Parade erstickte im Jubel der gegnerischen Mannschaft, als der Ball über die Linie rollte. 2:4. Ein paar Minuten später wurde das Spiel abgepfiffen.
 
 
Auch wenn wir etwas enttäuscht waren, konnten wir dennoch das Positive aus der Niederlage mitnehmen. Denn das Spiel haben wir eindeutig in der ersten Halbzeit verloren. Dieselbe konsequente Spielweise wie in Halbzeit 2 über beide Halbzeiten, hätte uns sicherlich den Sieg, aber mindestens ein Unentschieden eingebracht. Jetzt sehen wir der nächsten Saison mit freudiger Erwartung entgegen, da wir uns mittlerweile auf dem Großfeld (und den damit verbundenen Anforderungen) aklimatisiert haben. Auch wenn wir dann hauptsächlich mit dem jüngeren Jahrgang (2005) antreten werden, ist der Altersunterschied zu den anderen Mannschaften nicht mehr ganz so groß wie in der abgelaufenen Saison. Das war nun der letzte Spielbericht. Man liest sich in der neuen Saison wieder. 

 

 
 
 
So, 27.05.2018
SV Buchholz gg. SFC Stern 1900 --> 1:2

 

High Noon in (Französisch-)Buchholz. An die 30° Celsius, flirrender Kunstrasen, kein Schatten, motivierte Mädels. Heute konnten wir einen Tabellenplatz gut machen. Wären bei einem Sieg zwar punktgleich mit Buchholz, aber hätten das bessere Torverhältnis. Also, war die Marschrichtung klar. Wir wollten die 3 Punkte nach Steglitz entführen. 

 

 
Seit dem Spiel gegen Adler sind sich die Mädels ihrer Stärken bewusster als noch zu Beginn der Rückrunde. Oder liegts an der Sonne und den wärmeren Temperaturen? Wie auch immer... auf jeden Fall sind wir im Flow und den Schwung müssen wir uns unbedingt bis zum Ende der Saison erhalten. Da der angesetzte Schiedsrichter (mal wieder) nicht erschienen ist, übernahm Werner (mal wieder) die verantwortungsvolle Aufgabe des Unparteiischen. Solide Leistung von ihm. Wir waren glücklicherweise 13 und konnten wechseln, was bei den Temperaturen auch zwingend nötig war. Es war brütend heiss auf dem "schwarzen" Kunstrasengeläuf. Doch unsere Mädels legten los "wie die Feuerwehr" und machten sofort Druck auf den Gegner. Die taktischen Anweisungen vor dem Spiel wurden sehr gut umgesetzt und in den ersten 20 Minuten spielten wir aggressiv und ballsicher. Buchholz schien etwas überrascht von unserem Zweikampfverhalten und unserer Spielübersicht. Ich allerdings auch etwas. JA, es ist etwas ungewohnt, wenn die Mädels dermaßen passsicher kombinieren und den Gegner keinen Raum zum ins Spiel finden lassen. Das zeigen sie leider in zu wenigen Spielen, aber nicht hier und heute. Das war Selbstbewusstsein und Siegeswille pur. Nach einigen guten Vorstößen war es in Minute 7 Debi, die einen gut getimedten Pass von Zoe erlief und sicher mit links an der Torhüterin vorbei schob. Starke Kombination im Mittelfeld, starker Pass in die Schnittstelle und ein ebenso starker Abschluss.

 

Wir ließen nicht locker und es war ein Spiel auf ein Tor. Die ersten knapp 20 Minuten liefen so gut, dass wir erstmal keinen Wechsel vornahmen. Kurz nach dem ersten Wechsel in Minute 19 setzte Pauline einem Querschläger im gegnerischen Strafraum nach, holte sich das Leder kurz vor der Grundlinie, Finte nach rechts Richtung Tor und eine halbhohe Flanke auf den zweiten Pfosten, den Sophie umzingelt von Buchholzer Spielerinnen und Sternern aus kurzer Distanz ins rechte obere Eck ballerte. Starkes Pressing am Strafraum, starkes Nachsetzen mit starker Flanke und ein starker von Willen und Überzeugung geführter Abschluss. Stark. Irgendwie das Wort des Tages für unsere Sterner. Nach den getätigten Wechseln war etwas die Luft raus aus dem Angriffsspiel und es schlichen sich die ersten Unachtsamkeiten und Fehlerchen ein. Auf den Außen hatte Buchholz lauf- und zweikampfstarke Mädels, mit denen ständig zu rechnen war und unsere Außenspielerinnen Antonia, Nora, Vivi und Alicia waren im weiteren Verlauf des Spiels in zunehmend aggressiver geführte Zweikämpfe verwickelt, die wir aber mit einer hervorragenden Quote in der Summe für uns entscheiden konnten. Allerdings kam im defensiven Mittelfeld mal wieder der alte Schlendrian zum Vorschein. Jojo wurde in der 32. Minute durch die eigene Mitspielerin während eines Klärungsversuchs behindert und irgendwie trudelte der Ball genau auf die gegnerische Außenspielerin zu. Diese nahm den Ball an und spielte anschließend einen knackigen Flachpass diagonal in den Strafraum Richtung des zweiten Pfostens, Vivi war zwar zwischen dem Ball und der heraneilenden Buchholzer Stürmerin, aber ihr Klärungsversuch rutschte ihr über den Schlappen und schlug links oben ein. Leni im Tor hatte überhaupt keine Chance diesen Ball noch zu klären. Kein Vorwurf... gutes Stellungsspiel, aber der Klärungsversuch war halt etwas missglückt. Passiert. Der eigentliche Fehler ist aber schon vorher passiert. Die Mädels spielten allerdings unbeeindruckt weiter und brachten diese Führung in die Halbzeitpause. 

 

Buchholz kam stärker aus der Kabine und attackierte uns früher. Das zeigte Wirkung, denn wir wurden spürbar unsicherer. Es war (mal wieder) die mentale Blockade im Defensivspiel, die uns oftmals zum ungünstigsten Zeitpunkt ereilt. Anstatt in der Defensive unter Bedrängnis den sicheren Weg zu wählen und den Torhüter ins Spiel einzubeziehen, spielten wir den Ball lieber ins Seitenaus oder riskierten den Ballverlust durch unnötige 1gg1-Aktionen. Die Fehlpassquote war erheblich höher als in der ersten Hälfte, aber wir ließen Buchholz dennoch kaum Raum, um ihr Spiel zu entfalten. Das war letztendlich der Schlüssel für den Sieg, dass wir keinen Ball aufgaben und den Gegner ständig unter Druck setzten. Ich würde mir zwar wünschen, dass das Team eigenständig Lösungen erarbeitet, um das Spiel zu beruhigen, etwas das Tempo raus nimmt, um wieder ins sichere Kombinieren zu finden. Ballkontrolle ist meist Gegnerkontrolle. Aber sie haben es über das gesamte Spiel hinweg schon sehr ordentlich gemacht und auch verdient gewonnen. Die zweite Halbzeit bot einiges an Höhepunkten, war auf jeden Fall spannender als die erste. Wir zeigten vorne über Sophie, Alicia, Pauline und Zoe teilweise sehr gute Kombinationen, die auch mit Torabschlüssen versehen waren, aber leider ohne ein weiteres Tor, was für uns in Anbetracht des Chancenübergewichts sicher verdient gewesen wäre. Buchholz war am gefährlichsten über Standards. Vor allem die Ecken waren teilweise brandgefährlich. Was aber auch an unserer Unsortiertheit lag. Die Bälle wurden aber meist gut geklärt oder die Mädels haben sich hervorragend spielerisch befreit und zum Konter angesetzt. Leider wurde nicht immer die Anweisung befolgt, den Ball schnell zu passen und unnötige Zweikämpfe zu vermeiden, sondern besonders in Halbzeit 2 entschied man sich doch etwas zu oft, mit dem Ball am Fuß durch die gegnerischen Defensive zu stürmen. Das nagt an der Kondition und war nicht die Vorgabe. Aber hier ging heute die bessere Mannschaft mit den 3 Punkten vom Platz. Hochverdient. Warum die Mädels nicht immer so spielen, bleibt wohl ihr Geheimnis. 

 

 

Wir gratulieren an dieser Stelle schon mal vorzeitig dem FFC und dem SV Adler zum Aufstieg in die Verbandsliga. Beide Teams haben eine starke (schon wieder dieses Wort) Saison gespielt und steigen verdient auf. Sogar (bis jetzt) mit "weisser" Weste, also ohne Niederlage. 
 

 

 

 
So, 13.05.2018
SFC Stern 1900 gg. BW Berolina Mitte II --> 1:1

 

Schönes Wetter, Heimspiel, Muttertag. Was soll da schon schief gehen? Aber wieder einmal nur mit einem Auswechsler. Wir hatten Bero 2 zu Gast. Im Hinspiel haben wir 0:2 verloren. Allerdings haben wir in der ersten Halbzeit mit 9 und in der zweiten mit 10 Spielerinnen gespielt. Heute wollten wir spielerisch mehr zeigen und weniger über den Kampf agieren, da dies doch sehr kräftezehrend ist. Aber es kam mal wieder anders als geplant.

 

Wir kamen sehr holprig ins Spiel. Da Larissa in der Abwehr und einige andere fehlten, mussten wir umstellen und einige auf "ungeliebte" Postitionen verfrachten. Leider war das gesamte Spiel über die Laufarbeit im Mittelfeld überschaubar, was bedeutete, dass die Abwehr quasi doppelt so viel laufen und Zoe sich aus der Spitze immer wieder ins (fast schon defensive) Mittelfeld fallen lassen musste. Unser betriebener läuferischer Aufwand resultiert auch immer wieder aus einem für meinen Geschmack zu zaghaftem Zweikampfverhalten heraus. Zugucken, wie der Gegner den Ball verarbeitet, um dann letztlich hinterher zu laufen, ist natürlich kein probates Mittel, wenn man die Kräfte angesichts eines Auswechslers schonen MUSS. Aber alles Besprechen im Vorfeld und Einfordern an der Seitenlinie erzielt nicht den gewünschten Effekt. Wobei ich auch hier wieder erwähnen muss, dass wir zur Hälfte aus dem hochgezogenen älteren D-Jahrgang (2005) bestehen, während die anderen Mannschaften hauptsächlich mit 2003ern und 2004ern antreten. Das macht definitiv einen Unterschied aus, vor allem im körperlichen Bereich. Dennoch wünscht man sich in einigen Situationen mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und mehr Engagement. 

 

Die Spielerinnen von Bero waren im Zweikampf einfach eine Spur cleverer und technisch stärker. Allerdings waren sie vor dem Tor harmlos, obwohl wir in der Defensive alles andere als sicher wirkten. Spielzüge wurden nicht wirklich gespielt. Es waren über die Dauer des Spiels hauptsächlich Einzelaktionen. Wir versuchten uns spielerisch zu befreien, allerdings war meistens im zentralen Mittelfeld Endstation und wir verloren dort viele Bälle viel zu einfach. Unsere Spielmacherin Sophie versuchte immer wieder ihre Mitspielerinnen einzubeziehen, aber die Passivität war teilweise so haarsträubend, dass uns an der Seitenlinie mehrmals der Geduldfaden riss. Ein konditionell bedingter Wechsel und eine daraus resultierende Umstellung, brachte etwas Leben in unser Spiel. Zoe setzte sich auf rechts stark durch, ging bis zur Grundlinie und passte den Ball punktgenau auf Alicia, die den Ball über die Torlinie brachte. Ein starker Angriff. Wir führten nun und sollten nun etwas mehr Sicherheit ins Spiel bekommen. Wir zeigten gute Spielzüge über Außen und Sophie verteilte die Bälle weiterhin mit guter Übersicht. Es blieb bis zur Pause bei der knappen Führung.

 

Die zweite Halbzeit sollten wir doch mit der Führung im Rücken etwas engagierter angehen, doch wir spielten weiterhin sehr verkrampft. Denn kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit startete die Bero-Spielerin mit der Nummer 14 eine Soloaktion. Toni wich ihr zwar nicht von der Seite, aber der Rest der Defensive schaute seelenruhig zu, anstatt auszuhelfen und notfalls zu doppeln. Auch hier war schon im Ansatz erkennbar, dass diese Aktion kein Spielzug wird. Sie setzte sich letztendlich gegen Toni und Leni im Tor durch. Ausgleich. Gute Einzelaktion? Ja! Verhinderbares Tor? Auf jeden Fall. Bero drängte jetzt mehr Richtung Strafraum und wir waren dabei durch unsere Passivität und Ballverluste im Mittelfeld behilflich. Allerdings kam dabei bis auf ein paar nett anzusehende Dribblings und einigen Weitschüssen nichts weiter zustande. Sophie versuchte es jetzt mit mehr Druck und nach vorne, meistens über die rechte Seite (das linke und zentral-defensive Mittelfeld waren heute ein Totalausfall). Die gegnerischen Spielerinnen taten sich schwer, sie an ihren Vorstößen zu hindern. Somit auch an einem, aus dem unsere beste Chance in der zweiten Halbzeit entstand. Sophie setzte sich stark auf rechten Seite durch, der Ball war dann zwar Richtung Grundlinie etwas zu weit vorgelegt, aber sie bekam noch eine gefährliche Flanke vor das Tor hin. Der Ball konnte aber nicht wirklich gut verarbeitet werden und landete schließlich bei Mia, deren zaghafter Schuss direkt auf die Bero-Torhüterin ging. Schade... da wäre mehr drin gewesen. Danach passierte nicht mehr viel und so blieb es letztendlich beim Unentschieden. Bero hatte sich in Top-Aufstellung sicher mehr erhofft. Wir allerdings ebenfalls, auch wenn wir nicht topbesetzt waren. 

 

Ein Unentschieden ist vollkommen in Ordnung. Leider haben wir auch eine Menge Frust von der Seitenlinie aus ins Spiel getragen, was sicher nicht förderlich für die allgemeine Konzentration ist. Emotionen sind immer dabei, gerade wenn man als Trainer spürt, dass hier ein Sieg möglich ist. Ich würde mir manchmal etwas mehr Emotionen AUF dem Spielfeld wünschen und mehr Biss... Denn beides ist manchmal nötig, um sich in einem auf der Kippe befindlichen Spiel doch die 3 Punkte zu sichern. Aber wir sind eine (sehr) junge Mannschaft mit Potential, die sich im Laufe der bisherigen Saison verbessert, aber noch eine Menge Luft nach oben hat.
 
 

So, 06.05.2018

Berliner TSC gg. SFC Stern 1900 --> 1:2
 

Heute mussten wir auswärts bei herrlichstem Wetter beim Berliner TSC antreten. Im Hinspiel und auch bei der Hallenrunde haben wir den TSC mit jeweils 4:0 geschlagen. Dennoch schworen wir die Mannschaft darauf ein, das Spiel hier nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da wir mit nur einer Auswechslerin wieder nicht wirklich gut besetzt waren. Zudem fehlten mit Jojo und Toni zwei Stammkräfte in der Verteidigung. Aber unsere Abwehrchefin Larissa war nach ihrer wochenlangen Verletzungspause wieder mit von der Partie. Der TSC war mit 6 (!) Auswechselspielerinnen scheinbar auf alle Eventualitäten vorbereitet. Aber bitte was war das für ein kleiner Platz? Da fehlten ja gut 15 Meter in der Länge und 5 in der Breite. Man hätte auch 10 gg. 10 oder 9 gg. 9 spielen können. Wie auch immer... Da der Schiri nicht angetreten ist, hat Werner sich der Aufgabe angenommen. Wir hofften einfach, dass die Mannschaft den Schwung vom Adler-Spiel mitnehmen würde und von Anfang an aufs Ganze geht. 

 

 
Und so kam es dann auch... Wir hatten in den ersten 25-30 Minuten klar die Oberhand und hatten etliche Tormöglichkeiten, davon 3-4 sogenannte "Hundertprozentige", die die starke Torhüterin vom TSC entweder entschärfen konnte oder Ball knapp über oder neben das Tor ging. Der TSC fiel in den ersten 30 Minuten nur durch sehr körperbetontes Spiel auf, das wir nicht mitgehen konnten, da unsere Spielerinnen teilweise 2,5 Jahre jünger waren und körperlich nicht so groß und robust wie die Gegenspielerinnen. Unsere Kapitänin Sophie, endlich auch wieder mit dabei, machte ein sehr gutes Spiel im offensiven Mittelfeld und verteilte die Bälle mit Übersicht. Zoe war vorne immens gefährlich durch ihre Schnelligkeit und stellte damit die Abwehr vom TSC vor große Probleme. Wir erlaubten uns sogar einige Kabinettstückchen. Leider fand der Ball das Netz nicht und so kam es, wie es kommen musste... Wir wurden nervös und der TSC wurde besser. Hatte vorne 3 sehr starke Spielerinnen, die ihren Körper gut einzusetzen wussten und ein aggressives Pressing spielten. Hier fehlt uns einfach die Übersicht, den TW unter Bedrängnis mit ins Spiel einzubeziehen und neu aufzubauen. Wir waren sehr hektisch im Defensivbereich, klärten den Ball lieber ins Aus, anstatt die Anspielmöglichkeit zu suchen. Wir verloren sehr einfache Bälle und machten den Gegner dadurch (mal wieder) stark. Zur Halbzeitpause stand es 0:0, obwohl wir mit 4 Toren hätten führen müssen. 

 

Leider ist das nicht nur eine abgedroschene Fußballweisheit... Sie stimmt leider auch. "Wenn man die Tore vorne nicht macht, dann bekommt man sie hinten". Denn kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte der TSC eine Ecke. Diese wurde auf den ersten Pfosten gespielt, die körperlich sehr starke Spielerin mit der Nummer 10 ging resolut zum Ball und versenkte diesen in die kurze Ecke. Oh man... Jetzt mussten wir auch noch, trotz etlicher Gelegenheiten in Führung zu gehen, einem Rückstand hinterher laufen. Und das gegen diese mittlerweile unangenehm spielende Mannschaft und gegen unsere nachlassenden Kräfte. Es war aufreibend. Nicht nur an der Seitenlinie, auch auf dem Platz. Da sich plötzlich zwei unserer Spielerinnen beschwerten, von einer oder mehreren (?) gegnerischen Spielerinnen beleidigt worden zu sein. Das Ganze gipfelte schließlich in einer gelben Karte, da eine Spielerin vom TSC sich nicht beruhigen wollte und gegenüber dem Schiri (also Werner) auch noch im Ton vergriff (auch nach dem Spiel beim Abklatschen gab es eher nicht so nette Worte dieser Spielerin). Naja... Trash-Talk gehört auf dem Feld, egal um welche Mannschaftssportart es sich handelt, auch immer dazu, aber beim Abklatschen sollte man fair bleiben und sich blöde Sprüche verkneifen. Whatever... nicht meine Spielerin. Nach diesem "Zwischenfall" hatte der TSC noch eine richtig gute Möglichkeit, die Führung auszubauen. Glücklicherweise von Werner auch richtig erkannt und auf Abseits entschieden, denn die Spielerin mit der Nummer 10 stand beim Abspiel oder Torschuss oder was auch immer das war VOR dem Ball und näher dem Tor als unsere letzte Abwehrspielerin. Wurde zwar von der TSC-Trainerin, auch noch nach dem Spiel, moniert, aber das war definitiv eine Abseitsstellung.

 

Jetzt war ein Bruch im TSC-Spiel zu erkennen und unsere Mädels machten Druck. Nachdem Zoe auch in Hälfte 2 einige gute Chancen ausließ, machte sie nach einem ihrer schnellen Vorstöße endlich den Ausgleichstreffer. Man merkte ihr die Erleichterung an (und mir sicherlich auch). Das motivierte uns nochmal. Jetzt wollten wir den Führungstreffer erzielen. Wir waren zwar immer noch hektisch und unsicher in der Abwehr und aufgrund der Platzgröße war es richtiggehend ein Getümmel im Mittelfeld. Aber wir hatten einige gute Spielzüge. Unsere bisherigen Ecken führten leider zu nichts Zählbarem und waren auch zu ungefährlich. Kurz vor Spielende hatten wir aber nochmal eine Ecke, die Lina gefährlich vors Tor auf den ersten Pfosten brachte. Die gegnerische Abwehr konnte den Ball nicht unter Kontrolle bringen und ein abgefälschter Klärungsversuch landete direkt bei Sophia, die den Ball direkt mit dem Vollspann ins Tor ballerte. Freude und Erleichterung pur. Beim Team, beim Trainerstab und bei den mitgereisten "Fans". Eine Minute später wurde das Spiel abgepfiffen. Ein Arbeitssieg, aber ein hochverdienter. 

 

Letztendlich muss man sagen, dass das Chancenplus definitiv auf unserer Seite verbucht werden muss. Wir dürfen zukünftig derartig klare Chancen nicht so leichtfertig liegen lassen. Auch wenn die Torhüterin vom TSC heute einen guten Tag erwischt hat. Aber es hätte in Halbzeit 1 locker schon 4:0 stehen können. In der zweiten hatten wir, abgesehen von den beiden Toren, auch 3 klare Torchancen. Hier geht auf jeden Fall die richtige Mannschaft als Sieger vom Feld. Es ist mir allerdings unbegreiflich, dass der TSC, der sich heute sehr unangenehm spielen ließ und über einige körperlich und technisch-starke Spielerinnen verfügt, die "Schießbude" der Liga mit mehr als 120 Gegentoren ist. Auf jeden Fall haben sie wesentlich besser als im Hinspiel agiert. Wir sind froh, dass wir doch noch gewonnen haben. Denn das ist gar nicht so einfach, da es ab dem Zeitpunkt des Rückstandes um einiges schwerer ist, das Ruder nochmal rumzureissen und gegen die eigene Enttäuschung und Unsicherheit anzukämpfen. Aber das zeichnet letztendlich auch unsere Mannschaft aus. Wir kämpfen bis zum Schluss. (Wenn wir wollen!)
 
 

 

 

 
So, 29.04.2018
SFC Stern 1900 gg. SV Adler --> 0:3
 
Leider hat es heute trotz Saisonbestleistung in puncto Einstellung und Kampfeswille nicht gegen die starke Truppe von Adler gereicht, die heute sicher mit einem leichteren Spiel gerechnet haben. 
 

Heute war der zweite Aufstiegsaspirant in Folge bei uns zu Gast. Auch der SV Adler hat, wie der FFC, eine makelose Bilanz bisher in der Liga erspielt... und sicher waren sie gekommen, um sich die 3 Punkte abzuholen und das Torverhältnis stark aufzubessern. Wir hingegen mussten wieder auf unsere Kapitänin und Spielmacherin Sophie, unsere Abwehrchefin Larissa und unsere Flügelflitzerin Sophia verzichten, die normalerweise gesetzt sind. Zusätzlich fehlten mit Pauline, Debi weitere Stammkräfte. Fine ist immer noch verletzt. Also mussten wir etwas improvisieren. Zum Glück hat Lina doch noch zugesagt, trotz ihres heutigen Geburtstages und wir bekamen noch Verstärkung von Valeria aus der D, die heute die ersten Eindrücke vom Großfeldfussball sammeln konnte. So hatten wir, gerade so, eine komplette Mannschaft zusammen und glücklicherweise noch eine (!) Möglichkeit zu wechseln. 

 

Die taktische Richtung, die wir uns für heute ausgesucht hatten, war mit der direkten Manndeckung von der "Adlerin" mit der Nummer 10 etwas unkonventionell, aber tatsächlich kam Adler dadurch etwas holprig ins Spiel. Anders als wir. Unsere Mädels machten von Anfang an Druck auf die ballführende Spielerin und läuferisch waren wir heute absolut auf der Höhe. So hatten wir nach ein paar Minuten die erste Chance, als Zoe den Ball eroberte und Richtung Adler-Tor stürmte. Die Abwehr von Adler war angesichts Zoes Tempo überfordert und kam nicht hinterher. Leider suchte Zoe frei vorm Tor nicht den direkten Abschluss, sondern versuchte die Torhüterin auszuspielen, was leider nicht klappte. Sonst ist das genau ihre Situation, in der sie eiskalt die Bude macht. Aber nicht in dieser... So hatte Adler Glück nach 5 Minuten nicht bereits hinten zu liegen. Adler kam dann natürlich besser ins Spiel und ohne Neid muss man anerkennen, dass sie es verstanden, sich Räume zu erspielen und spielerisch dominant aufzutreten. Aber bei uns stimmte heute die Einstellung. Die Mädels kämpften und entschärften einige brenzlige Gelegenheiten. Zoe rannte in der ersten Halbzeit die gegnerische Abwehr "über den Haufen"... Leider ohne Ertrag. So kam Adler nach einem Abstimmungsfehler auf unserer rechten Seite zum Führungstreffer. Der Ball war platziert, aber nicht besonders scharf, flach ins lange Eck geschossen. Anders als sonst, ließ unsere Mannschaft nicht die Köpfe hängen, sondern kämpfte weiter. Adler musste oft genug den Ball von unserem Sechzehner zurück in die Defensive passen, um neu aufzubauen, da wir hervorragend standen. Wir gingen mit dem leichten Rückstand von 0:1 in die Halbzeitpause. Damit hatte wohl keiner auf und neben dem Platz gerechnet. 

 
Wir wollten in Halbzeit 2 weiter so agieren. Avlin hatte Adlers Nummer 10 bisher gut abgeschirmt und daran gehindert gefährlich aufs Tor zu schießen. Zusätzlich sollten wir offensiv nicht zurückstecken, sondern weiterhin den schnellen Weg zum Tor suchen. Das klappte auch weitestgehend hervorragend. Aber man merkte, dass bei den Kindern die Kräfte schwanden und in so einem temporeichen Spiel bei einigen die Kraft noch nicht für 2 schnelle Spielhälften ausreicht. Hier ist ein Auswechsler eindeutig zu wenig. Aber die Mädels machten es hervorragend, auch wenn Adler keine großen Verschnaufpausen zuließ. Leider war Adlers Nummer 10 nicht über das komplette Spiel auszuschalten, auch wenn Avlin sie sehr gut im Griff hatte, was nach dem Abpfiff vom Gegner honoriert wurde. So schoss sie, nachdem sie sich gut durchgesetzt hatte, das 0:2. Leni im Tor war wie beim 0:1 auch hier chancenlos, auch wenn sie heute eine außerordentlich solide Leistung gezeigt hat. Wir eroberten uns immer wieder Bälle, aber im Umschalten fehlte Mitte der zweiten Halbzeit die Kraft. Schade, denn einige Spielzüge waren hervorragend. Der 0:3-Endstand war etwas unglücklich, da der Ball durch den 16er segelte, alle nur Augen für den Ball hatten und ihre Gegenspieler aus den Augen ließen. So musste Adler nur einschieben. Das war etwas schmeichelhaft und wurde dem Spielverlauf nicht gerecht. Ein 1:2 wäre hier absolut gerecht gewesen. Obwohl wir als auch Adler wohl Chancen für mehr Tore hatten.
 

 

Alles in Allem war das heute eine unserer besten Saisonleistungen und darauf lässt sich aufbauen. Wenn wir in den nächsten Spielen dieses Tempo gehen und mit der selben Einstellung auf dem Platz stehen, dann sehen wir (und auch unsere Fans) mal wieder einen Sieg für Stern.

 

 
 
Heute haben wir ein extrem faires und dennoch temporeiches Spiel gesehen, nach dem auch die Mädels mit dem Gegner noch ihren Spaß hatten. 

 

 
 

So, 15.04.2018

SFC Stern 1900 gg. FFC Berlin 2004  -->  1:6

 

Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten FFC. Ein schweres Spiel gegen einen starken Gegner. Leider wieder nur mit einer Auswechslerin und ohne unsere Kapitänin und Spielmacherin Sophie. Zusätzlich fehlten Abwehrchefin Larissa und Außenverteidigerin Lina, die in der Startaufstellung eigentlich unverzichtbar sind. So mussten wir eine Abwehr „zusammenwürfeln“.

Das Spiel begann alles andere als gut für uns. Denn bereits nach 4 Minuten netzte der FFC nach einem tollen Doppelpass zur Führung ein. Es gibt eigentlich kein besseres Mittel um aufzuwachen, denn schon beim Aufwärmen merkte man unserer Mannschaft eine gewisse Müdigkeit und Lustlosigkeit an. Dem war aber nicht so. Allgemein war der FFC einfach mit mehr Herz dabei. Klar, sie wollen aufsteigen und sind auf dem besten Weg dorthin. Sie haben eine hervorragende Bilanz und stehen zu recht punktgleich mit Adler auf einem Aufstiegsplatz. In 11 Spielen haben sie nur 7 Gegentore zugelassen, davon allerdings 2 gegen uns. Man kann also auch gegen eine Mannschaft mit einer offensichtlich sehr starken Defensive punkten und sie wussten sicher um die Torgefährlichkeit unserer Stürmerin Zoe, da deren auffälligste Spielerin mit der 8 ihr nicht von der Seite wich. Taktik oder Zufall? Keine Ahnung. Auffällig war es allemal. Der FFC war klar spielbestimmend, was sicherlich nicht nur an einem gewissen Kräfteungleichgewicht lag, da der FFC ausschließlich mit 2003er/2004er-Mädchen antritt und unser Team zur Hälfte aus teilweise sehr jungen 2005ern besteht, die eigentlich der ältere Jahrgang D-Jugend sind, sondern mal wieder an unserer fehlenden Laufbereitschaft und Übersicht. Viel zu oft führten wir den Ball nach einer Balleroberung am Fuß und liefen blind los, ohne den Blick für die Mitspieler zu haben. Ein solcher Tunnelblick ist nur für die Stürmerin akzeptabel. Und wenn es dann mal zum Abspiel kam, dann zu überhastet und „irgendwohin, bloß weg mit dem Ball“. Wir ließen dem Gegner zu viel Raum, um ihr Spiel entfalten zu können und das ist gegen so einen starken Gegner fatal. Denn diesen wussten sie zu nutzen.

Im Grunde spielte sich das Spiel hauptsächlich in unserer Hälfte ab, da wir es nicht verstanden uns spielerisch aus der „Umklammerung“ des Gegners zu befreien. Ja, wir hatten auch Spielanteile, sonst wären wir nicht zum Anschlusstreffer gekommen. Aber hauptsächlich ist es den Fähigkeiten von Zoe zu verdanken, dass wir überhaupt zu einem Treffer gekommen sind, denn herausgespielt war das Tor nicht. Sie musste den Ball selber erobern und sich gegen 3 Gegenspielerinnen plus Torhüterin durchsetzen. Hervorragend gemacht. Aber die meiste Zeit hing sie „in der Luft“. Wir hatten einige starke Balleroberungen, die man sehr gut hätte ausspielen können. Mit etwas mehr Übersicht und der Bereitschaft Anspielmöglichkeiten zu bilden. Doch das ist unser großes Manko. Läuferisch sind wir in der Breite nicht sonderlich stark, hier stützt sich alles auf eine Handvoll Spielerinnen. Anstatt das schnelle Passspiel zu suchen, verrannten wir uns. Wir wollten es dem FFC schwer machen, doch das ist uns leider nicht gelungen. Trotz einiger guter Szenen. 3 Gegentore waren sehr gut herausgespielt, die anderen 3 haben wir uns quasi selber ins Nest gelegt. Inklusive einem Eigentor. Passiert. Aber die Einstellung bis zum Abpfiff auf dem Spielfeld zu ackern, muss einfach da sein und die fehlt bei vielen leider viel zu oft. 

 

 

 

Sa, 17.03.2018

SCC gg. SFC Stern 1900  -->  2:1

 

So, der Schock über ein Spiel, das man am liebsten vergessen möchte, ist verdaut. Dass wir dieses verloren haben, zeigt uns klar unsere Defizite auf, die wir noch ablegen müssen, um in so einem Spiel die 3 Punkte „nach Hause zu schaukeln“.

Das Spielfeld beim SCC (auch von Maccabi genutzt) ist nicht gerade ein Top-Kunstrasen. Aber wir sind natürlich auch von unserem heimischen Geläuf verwöhnt. Es war kalt und sehr windig an dem Tag. Während unsere 1. Männer auf dem Platz nebenan ihren Pokalfight gegen TeBe austrugen, machten wir uns warm. Leider bekamen wir gerade mal so eine Mannschaft zusammen. Waren also mit 11 Spielerinnen nach Charlottenburg gereist.

Wir wollten, wie immer, aus einer sicheren Defensive agieren. Waren aber mit zwei kranken bzw. verletzten defensiven Stammkräften und unserer an diesem Tag fehlenden gesetzten Stürmerin nicht optimal besetzt. Dennoch gelang es uns relativ schnell ins Spiel zu finden, jedoch leider sehr konfus. Wir versuchten es mit dem Kopf durch die Wand, anstatt unsere Überzahl (SCC spielte nur mit 9!!! Spielerinnen) auszunutzen und den Ball laufen zu lassen. Die einzigen, die mit Übersicht spielten, waren Sophie und Sophia. Das reicht bei weitem nicht aus. Jedoch gingen wir in Führung. Ein präziser Pass von Toni, durch das gesamte Mittelfeld in die Spitze auf Alicia, die nur noch die Torhüterin vor sich hatte, an dieser vorbeilief und den Ball ins leere Tor schob. Man sollte meinen, dass wir nun befreit aufspielen, das Spiel etwas leichter nehmen konnten. Jedoch spielten wir weiterhin sehr verkrampft, ohne fußballerische Leichtigkeit. Wir versuchten zwar die Führung auszubauen, scheiterten aber entweder bereits an der Defensive vom SCC oder schossen die Torhüterin, letztendlich, zur Matchwinnerin. Wir nahmen die Führung mit in die Halbzeitpause, da der SCC nichts zustande brachte.

In Halbzeit 2 stellten wir um. Nahmen eine Spielerin vom DMF in den Sturm, um den Vorsprung auszubauen. Ein fataler Fehler, wie sie herausstellte. Die Laufbereitschaft war miserabel. Die offenen Räume wurden nicht genutzt, wir standen uns quasi in der Vorwärtsbewegung auf den Füßen. Unsere Spielmacherin Sophie war mit der Passivität ihrer Mitspielerinnen überfordert und konnte kein geordnetes Angriffspiel aufziehen. Obwohl wir mit einem Tor führten, kam es einem so vor, als wenn wir einem Rückstand hinterher hechelten. Wenn man dies in Anbetracht der fehlenden Laufbereitschaft so formulieren kann. Der SCC wurde stärker, da wir nun sehr unbeholfen spielten. Teilweise schalteten sich die 3 Angriffspielerinnen nicht mal mehr mit in die Defensive ein, da wir uns ständig in der Abwehr verrannten oder die zweiten Bälle in die Füße des Gegners spielten. Noch schlimmer muss man allerdings die Abschlüsse bewerten, die immer direkt auf die Torhüterin (die eigentlich als Feldspielerin nur notgedrungen ins Tor musste) gingen. Es ist sehr schwer als Trainer in so einem Spiel die Emotionen vom Spielfeldrand nicht auf das Spielfeld zu transportieren. Aber sämtliches Einfordern von mehr Ruhe im Aufbauspiel blieb ungehört, wie fast alle anderen Korrekturen, egal in welcher Lautstärke und Vehemenz dies geäußert wurde. Ein 1-0 muss man in Überzahl über die Runden bringen. Aber wir haben den Gegner stark gemacht. Absolut inakzeptabel.

Bis zur 62. Minute konnten wir die Angriffe vom SCC noch abwehren, aber dann war nach einem katastrophalen Abspielfehler und der fehlenden läuferischen Komponente der Ausgleich für die gegnerische Mannschaft erreicht. Damit nicht genug, wir legten dem Gegner auch noch das 1:2 auf den Fuß, das wir 2 Minuten vor Schluss kassierten. Eine unterirdische Vorstellung unserer Mannschaft, die man nicht schönreden kann.

 

 

 

 
 
SFC Stern 1900 gg. BW Hohen Neuendorf --> 1:4
 
 
 
Trotz hochkarätiger Chancen mussten wir uns (leider mal wieder) auf heimischem Platz geschlagen geben. Das Ergebnis klingt allerdings deutlicher, als der Spielverlauf wirklich war. 
 
 
Wir mussten das erste Spiel der Rückrunde ohne unsere Stammtorhüterin, Abwehrchefin, Torjägerin und Spielmacherin/Kapitänin bestreiten. Das sind nun ausgerechnet die Spielertypen, die auf dem Platz auch mal den Mund aufmachen und das Team zusammen halten. Aber so konnten "die Anderen" mal zeigen, dass sie es auch ohne die tonangebenden Spielerinnen können. Wir starteten eigentlich gar nicht schlecht in die Partie, auch wenn unsere Passquote erschreckend schlecht war, gerade im Angriffsdrittel lief da überhaupt nichts zusammen. Jedoch hatten wir die erste Torchance... und die war gleich eine "Hundertprozentige". Eine starke Einzelaktion durch Debi, die sich im Mittelfeld gut durchsetzte und sich den Ball, wenn auch etwas glücklich, gut zehn Meter vorlegte, durchbrach damit die Verteidigungslinie der Hohen-Neuendorfer und preschte alleine auf das Tor zu. Die Verteidigung folgte ihr zwar, allerdings in einem vollkommen ungefährlichen Abstand. Das musste die Führung sein... dachten alle. Denn der Torabschluss wurde aus unerfindlichen Gründen völlig überhastet 2 Meter VOR dem Strafraum gesucht, obwohl man noch gut ein paar Meter hätte weiter laufen können. Die Torhüterin klebte förmlich im 5-Meter-Raum. Der Ball ging somit gute 10 Meter neben das Tor. Das muss konzentrierter und ruhiger gespielt werden. 
 
Jetzt war HN auch wach und trotz unserer Mahnung, besonders auf die Außen zu achten, machten die Angreiferinnen zunehmend über diese Postionen Druck. Und so kam es wie es kommen musste... Ein kluger Pass nach rechts Außen und die Angreiferin ließ alle stehen und verwandelte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 0:1. Jetzt war nur noch HN am Drücker und wir ließen es zu. Da bei einigen Spielerinnen die läuferische Einstellung nur den Weg nach vorne vorsieht, aber das Umschalten in die Defensive total vernachlässigt, machten wir es dem Gegner leicht sich durchs Mittelfeld zu kombinieren und die Außen einzusetzen und so kam es dann auch zum 0:2. HN kam wieder über rechts bis in den Strafraum, passte dann quer auf den zweiten Pfosten, Nora nutzte leider den rechten Fuß und klärte so zum Tor hin, schoss unsere Torhüterin Amélie an, der Ball prallte zurück auf die lauernde Angreiferin und die brauchte nur einzuschieben. Krasser Abwehrfehler und Amélie im Tor war absolut chancenlos. Aber der eigentliche Fehler passierte hier mal wieder im vorderen Mittelfeld. Man versuchte sich gegen 3 Verteidiger durchzusetzen, anstatt den einfachen Doppelpass zu suchen, verlor den Ball, das Mittelfeld machte auch keine Anstalten in die Defensive zu gehen, sondern blieb einfach stehen und so hatte HN keine Probleme ungestört das Tor vorzubereiten. Die Verteidigung rackerte sich (wie in jedem Spiel) ab, während sich die Offensive eine Auszeit gönnt und das Spiel beobachtete. So ging es dann auch in die Pause.
 
Nach einer beherzten Pausenansprache gingen wir entschlossener in die zweite Halbzeit... Die Mädels waren sich ihrer Fehler der ersten Halbzeit bewusst und spielten stärker. Vor allem im Zweikampf wurde weniger abgewartet und "begleitet", sondern direkt gegen Ball und Gegner agiert, was uns zunehmend mehr Spielanteile verschaffte. So erarbeiteten wir uns konsequent Chancen, die teilweise haarscharf am Anschlusstreffer dran waren. Jedoch war der läuferische Aufwand einiger Spielerinnen nicht ausreichend genug, um das Tempo mitzugehen. So kam es dann auch schnell zum 0:3, durch einen Fehler unserer Torhüterin, die den Ball im Nachfassen verlor und dieser direkt bei einer Spielerin von HN landete, die nur einzuschieben brauchte. Was allerdings dazu führte war wieder einmal ein verhinderbarer Ballverlust im offensiven Mittelfeld und das anschließend fehlende Umschaltverhalten. Das 0:4 fiel, ähnlich dem zweiten Gegentor, durch einen Querpass von Außen durch den Strafraum, der nicht geklärt werden konnte und den die Stürmerin am langen Pfosten nur einzuschieben brauchte. Ja, kann alles passieren. Dazu gehört einiges an Erfahrung Querpässe im Strafraum durch gutes Stellungsspiel abzufangen und vom Tor weg zu klären. Da unser Team zur Hälfte aus 2005er besteht, kann man darüber hinwegsehen und dem Spielverlauf, der sich in der zweiten Halbzeit doch deutlich von der schlechten ersten Hälfte abhob, durchaus Positives abgewinnen. Aber es war nicht der entscheidene Punkt, warum wir uns 4 Gegentore gefangen haben. Sondern die läuferische Komponente und der Eigensinn in vielen Aktionen waren die entscheidenen Defizite. Gerade das 0:4 fiel in unserer stärksten Spielphase, in der wir zunehmend am Strafraum des Gegners agierten und uns Torabschlüsse erspielten.
 
Schließlich gelang uns nach einigen Torchancen im Minutentakt noch ein Ehrentor. Debi setzte im Mittelfeld entscheidend nach, eroberte sich den Ball, drang in den Strafraum ein und spitzelte den Ball mit dem langen Bein an der herauseilenden Torhüterin vorbei. Gut durchgesetzt, aber bezeichnend für (fast) den gesamten Spielverlauf: wieder durch eine Einzelaktion. Ein Ergebnis von 1:4 auf heimischem Platz in einem Spiel, dass man trotz der Ausfälle starker Spielerinnen hätte ausgeglichener gestalten können, ist nur schwer akzeptierbar. Das kann nicht unser Anspruch sein. Es war sicher eins der schwächsten Spiele, jedoch mit einer ersichtlichen Steigerung im letzten Drittel des Spiels. Und daran sollten wir anknüpfen und versuchen dies zukünftig von Anfang an umzusetzen. 
 
 
 
 

 

Endrunde der Berliner Hallenmeisterschaft und wir waren dabei!

 

Eine tolle Sache für unser junges Team. Die Mädels waren natürlich aufgeregt. Dass wir hier Fußball auf einem hohen Niveau präsentiert bekommen, war anhand des Teilnehmerfeldes bereits zu erwarten. Wir waren in einer Gruppe mit dem SV Adler, FFC 2004 und SV BW Berolina Mitte. Die andere Gruppe war mit dem 1. FC Union, Concordia Wittenau, Türkiyemspor und Borussia Pankow ebenfalls stark besetzt und uns war klar, dass wir hier alles geben mussten. Der verletzungsbedingte Ausfall unserer Abwehrchefin Larissa war ein herber Schlag, den wir mir mit der Nachnominierung von Fine und Debi auszugleichen versuchten. Dass wir keine einzige Minute Hallentraining hatten war ein zusätzlich erschwerender Faktor, um hier mithalten zu können.

 

Die Halle war gut besucht und die Stimmung trotz des frühen Beginns (8:45 Uhr) gut. Wir hatten das dritte Spiel des Tages gegen den SV Adler. Schon bei den vorherigen Spielbegegnungen war zu sehen, dass die Partien hitzig, schnell und aggressiv, dennoch im Großen und Ganzen fair, geführt wurden. Leider benötigen wir immer etwas Zeit, um ins Spiel zu finden, was uns bei den starken Gegnern leider zum Verhängnis wurde. Wir hatten zwar Chancen, aber leider wurden diese nicht mit der nötigen Entschlossenheit zu Ende gespielt und in der Defensive waren die gegnerischen Spielerinnen einfach eine Spur schneller, eingespielter und willensstärker. Die Partie gegen Adler endete mit einer klaren 0:4-Niederlage. Auch in unserer zweiten Partie gegen die starke Mannschaft von Bero, die dann auch im Finale gegen Union stand, hatten wir erhebliche Abstimmungsprobleme und fanden keine Möglichkeit den Ball im gegnerischen Tor zu platzieren, obwohl wir hier kämpferisch und spielerisch eine bessere Leistung zeigten. Das Spiel ging 0:3 verloren. Die Mädels waren natürlich niedergeschlagen. Jedoch mussten wir für das letzte Spiel gegen den FFC klar im Kopf sein und die vorangegangenen Spiel abhaken. Leider gelang uns dies nicht wirklich, auch wenn wir kämpften und einige gute Chancen hatten. Das Spiel ging 0:2 verloren. Aufgrund der "Hallensituation" in Berlin und dem knappen Zeitfenster für die Endrunde der C- und B-Juniorinnen, konnten die Plätze 5-8 nicht ausgespielt werden und daher teilen wir uns den 7. Platz mit Concordia Wittenau. Hoffen wir auf ein baldiges Ende der "Hallenmisere" und bessere Zustände für die nächste Saison. 

 

Natürlich waren wir enttäuscht und hatten uns insgesamt etwas mehr erhofft. Vor Allem etwas mehr Spielfreude. Wir spielten viel zu verkrampft. Sicherlich auch der vollen Halle und der Atmosphäre geschuldet. Ist für viele eine neue und sicher sehr aufregende Erfahrung gewesen. Aber Alles in Allem waren wir zufrieden mit unseren Mädchen. Unter den besten 8 Teams Berlins zu sein, war nicht selbstverständlich. Die Mädels haben es sich erkämpft und standen zu Recht in der Endrunde. Berliner Hallenmeister wurden übrigens die Mädels vom 1.FC Union. Sie setzten sich stark gegen alle Kontrahenten mit null (!!!) Gegentoren in Vorrunde und Endrunde durch und spielten ein spannendes Finale gegen Bero Mitte. Herzlichen Glückwunsch dazu.

 

Einen schönen Abschluss gab es dann doch noch, als unsere Kapitänin Sophie ins Dreamteam „Blau“ gewählt wurde, das aus den besten Spielerinnen der Endrunde bestand. Eine tolle Anerkennung ihrer durchweg starken Leistung. Super.

 

Jetzt bereiten wir uns auf die Rückrunde (mit einem Testspiel gegen den Verbandsligisten GW Neukölln) vor, die wir kaum erwarten können. 

 

 
 
Morgens um 7:45 Uhr im Wedding sein zu müssen, ist nicht gerade der wachmachende Gedanke, den man braucht, wenn der Wecker an einem Samstag um 6:00 Uhr klingelt. Sei´s drum. Die Mädels waren teilweise nicht wirklich wach, als wir uns zu dieser schier unmenschlichen Zeit in der Halle trafen. Es war lustig anzusehen. Einige hätten wohl lieber am Nachmittag gespielt. Wer soll`s ihnen verdenken...
 
Unsere Gruppe hatte einige starke Mannschaften aufzuweisen:
 
1. FC Union (Verbandsliga)
BSV GW Neukölln (Verbandsliga)
FSV Spandauer Kickers (Verbandsliga)
1. FC Lübars (Bezirksklasse) Hä? Waren die nicht in der Verbandsliga? Richtig. Die C spielt jetzt aufgrund gewichtiger Abgänge Kleinfeld in der Bezirksklasse.
SV Chemie Adlershof (Bezirksklasse)
Berliner TSC (Landesliga)
SFC Stern 1900 (Landesliga)
 
Da Lübars aufgrund vieler kurzfristig erkrankter Spielerinnen nicht antreten konnte, bekam jede Mannschaft 3 Punkte und 2:0 Tore "gutgeschrieben". Die ersten Punkte waren also schon mal im Sack. Die Mädels machten sich entspannt warm. Natürlich hatte der 1. FC Union eine weitaus beeindruckendere Aufwärm-Zeremonie zu präsentieren. Sehr wirkungsvoll und gelungen, das muss man ihnen zugestehen. Im Eröffnungsspiel mussten wir gegen GW Neukölln antreten. Wir hatten eine Woche zuvor eine sehr gelungene Generalprobe bei einem Freundschaftsturnier der 2. C-Mädchen von H03 und daran wollten wir anknüpfen. Nachdem die Mannschaften vorgestellt wurden, ging es also los. 
 
 
 
 
 
SFC Stern 1900 gg. BSV GW Neukölln 
Wir waren mit 9 Spielerinnen inkl. Torhüterin angereist und hatten vor mit einem 1. Block und einem 2. Block im Wechsel zu spielen. Wir starteten etwas nervös in die Partie und Zoe hätte nach einer Minute bereits den Führungstreffer erzielen können. Sie spielte die absichernde Spielerin nach einem Pass (schon fast zu) locker aus und scheiterte mit ihrem Flachschuss leider an der aufmerksamen Torhüterin. Hier wäre ein hoher Schuss besser gewesen. Leider brauchte uns das nicht die nötige Sicherheit im Spiel. Wir spielten sehr zerfahren und agierten zu nervös. Die Neuköllnerinnen hatten einige Chancen, die brenzlig nah an einem Torerfolg dran waren. Allerdings standen wir gut und auch der 2. Block war gut drauf. Leider waren wir insgesamt zu unkonzentriert und hektisch um weiter auf den Führungstreffer zu drängen. So blieb es beim etwas enttäuschenden und doch guten 0:0.
 
 
 
SFC Stern 1900 gg. Berliner TSC
Wir kennen den TSC aus unserer Liga und hatten gegen sie unseren ersten Heimsieg eingefahren. Allerdings schreibt der Hallenfußball manchmal überraschende Geschichten. Aber nicht in diesem Fall. Wir hatten das ganze Spiel über klar die Oberhand und sicherten uns von Anfang an eine Mehrheit an Ballbesitz und Chancen. Wir gingen relativ schnell durch ein hervorragendes Tor von Alicia in Führung, die sich stark gegen 2 Gegenspielerinnen durchsetzte, von einer noch gefoult wurde, stolperte, aber nicht fiel und sicher ins rechte untere Eck wuchtete. Jetzt spielten wir befreit auf. Sophia staubte nach einem Schuss von Zoe ab. 2:0. Und wieder war es Alicia, die einen Freistoß zum 3:0 verwandelte. Die Torhüterin hatte die 4 Sek. überschritten. Lina tippte den Ball kurz an und Alicia ballerte den Ball zwischen Mauer und Torhüterin in die Maschen. Den Schlusspunkt setze Zoe, nachdem sie den Ball an der Mittellinie eroberte, ihre Schnelligkeit nutzte und den Ball oben ins rechte Eck beförderte. 4:0. Schlecht hatte der TSC nicht gestanden, aber wir waren einfach besser und nutzten unsere Chancen.
 
Der TSC war übrigens die einzige Mannschaft, die es den Unionern schwer machte und ihnen ein gut gemauertes 0:3 abtrotzte. Und Union stand am Ende auf dem ersten Platz mit 30:0 Toren.
 
 
 
SFC Stern 1900 gg. SV Chemie Adlershof
Gegen die Adlershofer hatten wir in der Vorwoche beim Freundschaftsturnier schon gut gespielt. Das wollten wir gerne wiederholen, um uns die nächsten 3 Punkte zu sichern. Leider fanden wir gar nicht ins Spiel. Sowohl der 1. als auch der 2. Block konnte leider nicht wirklich den Schwung aus der vorherigen Partie mitnehmen. Es war ein schwaches Spiel. Von beiden Seiten. Wir kamen nur bis zum Strafraum und Adlershof setzte auf ihre stärkste Spielerin, die vorne alles alleine machte und dennoch fanden wir kein Mittel, um die körperlich wesentlich stärkeren Verteidigerinnen mit schnellem Passspiel stehen zu lassen. Wir versuchten es mit Einzelaktionen, anstatt mit Doppelpässen unsere Schnelligkeitsvorteile zu nutzen. Das Spiel ging deswegen auch nur 0:0 aus. Hier wäre mehr drin gewesen. Schade. 
 
Das bedeutete, wir mussten eins der letzten beiden Spiele auf jeden Fall gewinnen, um überhaupt eine Chance auf die Endrunde zu haben und die mussten wir gegen die besten Teams des derzeitigen Turnierverlaufs bestreiten. 
 
 
 
SFC Stern 1900 gg. 1. FC Union
Ja, das war jetzt eine harte Nuss. Wir hatten die Mannschaft von Union in ihren bisherigen Spielen aufmerksam beobachtet und sie leisteten sich kaum Fehler und wenn, dann war diese Chance schnell wieder vorbei, da sie ein unfassbar schnelles Umschaltspiel beherrschten. Das war schon beeindruckend. Da sie in der Vorwärtsbewegung fast immer ein sehr offensives 1-1-3 spielten, hofften wir auf Konter und die Schnelligkeit von Zoe und Alicia. Wir schworen die Mannschaft darauf ein, keine Gegenspielerin aus den Augen zu lassen, ihnen auf den Füßen zu stehen, sie mit mehr Körpereinsatz aus dem Konzept zu bringen. Leider bestritt Union ihr vermutlich bestes Spiel an diesem Tag gegen uns. Wir waren hoffnungslos überfordert. Das ging unseren Mädchen einfach eine Spur zu schnell. Union kombinierte hervorragend. Sie kreuzten und hinterliefen sich, brachten den Ball nach Außen, dann direkt vors Tor und das Runde war im Eckigen. Alles mit einer sehr stark austrainierten Ballsicherheit und Geschwindigkeit. Jedoch hätten wir es schlauer spielen können, da trotz unserer konkreten Anweisung, bei Ballverlust sofort umzuschalten und sich defensiv zu positionieren, wir immer in Unterzahl waren. Und doch hatten wir einige gute Chancen, bei denen wir Union mit einem schnellen Abwurf und der noch schnelleren Zoe überraschten, die jedoch aufgrund der Geschwindigkeit und der sofort an ihr klebenden Verteidigerin den Ball nicht wirklich kontrollieren konnte. Aktion vorher super... Der Abschluss letztendlich unkontrolliert. Aber kein Vorwurf. Union hat hervorragend gespielt und uns mit einem 7:0 geschlagen. Etwas zu hoch, da die ersten 4 Tore klar auf unser zu spätes Umschaltverhalten zurück zu führen waren. 
 
Die Mädels waren total niedergeschlagen nach dieser Niederlage. Verständlicherweise. Doch wir mussten die negativen Vibes aus den Köpfen bekommen, da wir nun mit  8 Punkten Dritter waren und im letzten Spiel gegen SpaKi spielen mussten, denen mit 10 Punkten ein Unentschieden reichte, um mit Union in die Endrunde einzuziehen. Wir eröffneten den Mädels, dass wir noch Zweiter werden könnten, aber nur durch einen Sieg im letzten Spiel.  
 
 
 
SFC Stern 1900 gg. FSV Spandauer Kickers
Jetzt mussten wir alles geben. Man sah es den Mädchen nicht an, aber ihre Entschlossenheit war spürbar. Sie wollten hier was holen. Es war ein unfassbar spannendes Spiel, in dem sich keine Mannschaft den entscheidenden Fehler leisten wollte. Unsere beiden Blöcke kämpften aufopferungsvoll, gaben keinen Ball verloren und unsere Torhüterin Leni spielte wohl ihr bestes Spiel der Saison. Ein unfassbar sicherer Rückhalt. Vielleicht passte es zu diesem Spiel, dass sich die SpaKi-Torhüterin einen Fehler leistete und den Ball an der Strafraum-Grenze fallen ließ, Sophia nachsetzte, ihr den Ball, kurz bevor sie nachgreifen konnte, mit dem rechten Fuß wegspitzelte und mit links ins freie Tor schoss. Die Freude und Emotionen waren groß, aber es waren noch 6 Minuten zu spielen. Es war ein abwechslungsreiches Spiel, in dem wir etwas die Überhand hatten. Auf beiden Seiten gab es Chancen. Als SpaKi ihre auffälligste Spielerin einwechselte, kam nochmal zusätzlich Bewegung ins Spiel. Es ging hin und her. Mal waren wir am Drücker, dann wieder in der Rückwärtsbewegung, weil SpaKi auf den Ausgleich drängte. Und wieder kamen wir mit einem Konter gefährlich vors Tor und die Torhüterin sprang auf den Ball zu und rutschte mit ihm aus dem Strafraum. Ein Freistoß, der uns in einer sehr druckvollen Phase von SpaKi etwas Luft verschaffte. Leider war dieser nicht so klasse ausgeführt, wie noch ein paar Spiele zuvor und brachte uns nichts ein. Die letzten anderthalb Minuten zogen sich wie Kaugummi und es war Feuer im Spiel. SpaKi wollte unbedingt den Ausgleich. Wir verteidigten aber stark und hatten eine selbstbewusste Leni hinten im Kasten, die bei jeder Aktion bejubelt wurde. Die letzten 30 Sekunden und wir verloren den Ball in der Hälfte von SpaKi. Konter. Es gab ein Feuerwerk an Kommandos und Anfeuerungen von unserer Bank. Sehr emotional, sehr adrenalingeladen. Der letzte Angriff des Spiels und der kam sehr druckvoll von SpaKi über ihre starke Spielerin mit der 10. Der Ball landete jedoch im Seitenaus an unserer Torlinie. Für uns. Noch 12 Sekunden und SpaKi stellte uns zu. Larissa schnappte sich den Ball und verzögerte taktisch klug mit der Frage "Ist das unser Ball?". 6 Sekunden. Ball auf der Linie und 4 Sekunden später kickt ihn Larissa einfach nach vorne. Abpfiff.
 
 
 
Der Jubel und die Erleichterung waren groß. Wir ziehen mit Union in die Endrunde der Hallenmeisterschaft ein. Sicher dachten die Verbandsligisten, dass sie das unter sich ausmachen und uns hatten sie nicht wirklich auf dem Zettel. Aber letztendlich haben die Mädels sich in den entscheidenen Phasen gesteigert und gezeigt, dass sie auch über den Kampf mit Einsatz und Siegeswillen Spiele gewinnen können. Gerade das letzte Spiel hat das gezeigt. Nun freuen wir uns auf die Endrunde mit hochkarätigen Mannschaften. Das wird sicher sehr interessant und spannend für das gesamte Team. Wir befinden uns immer noch in der Entwicklungsphase und ich bediene mich an dieser Stelle des Mottos der Philadelphia 76ers: "Trust the Process!"
 
 
 
 
One Team. One Love.
 

So, 17.12.2017

SFC Stern 1900 gg. SCC

 

Heute ging es im letzten Spiel der Hinrunde rund eine Woche vor Weihnachten gegen den SC Charlottenburg. Der Platz war mit Reif überzogen und die Temperaturen schon etwas unangenehm. Der SCC hatte sich in der Tabelle bereits gut positioniert. Von daher gingen wir von einem schweren Spiel aus. Da wir über einen hohen Krankenstand klagten, der uns bereits in den vorangegangen Spielen immer wieder zwang, Spielerinnen von der D auszuleihen, haben wir noch versucht, das Spiel verlegen zu lassen. Leider ohne Erfolg. Die Verlegung wurde mit einer nicht wirklich nachvollziehbaren Argumentation vom Verband abgeschmettert. So mussten wir mit Spielerinnen antreten, die teilweise 2-5 Wochen nicht trainieren konnten und immer noch nicht fit waren. Besten Dank nochmal an Rosalie, die uns ausgeholfen hat, obwohl sie mit der B am Vorabend erst spät von einem Turnier in Hamburg heimgekehrt ist. So hatten wir wenigstens 2 Auswechsler. Also, mal wieder keine guten Voraussetzungen für uns, trotz des "Heimspielvorteils".

Wir wollten diesmal mit 2 Sturmspitzen spielen, um hinten nicht zu sehr unter Druck zu geraten, da uns zwei Stammspielerinnen in der Verteidigung fehlten. Wir spielten in den ersten zehn Minuten der ersten Halbzeit einen wunderbaren Fußball und überraschten das Charlottenburger Team, das wahrscheinlich aufgrund der Tabellensituation auf ein leichteres Spiel eingestellt war. Die Torhüterin vom SCC hatte aber scheinbar einen sehr guten Tag erwischt, denn sie bewahrte ihre Mannschaft vor einem frühen Rückstand. Eine unglaubliche Rettungstat vollbrachte sie, als sie einen harten mit links getretenen Schuss von Rosalie aus dem Winkel über das Tor kratzte. Leider schlich sich dann auch wieder langsam aber kontinuierlich Unkonzentriertheit in unser Spiel und unser zaghaftes Zweikampfverhalten wurde vom SCC dankend ausgenutzt. Wir blieben zwar gefährlich, aber die gegnerische Mannschaft hatte das Spiel nun an sich gerissen. Gegen die zweikampfstarken Spielerinnen hatten gerade unsere jüngeren Spielerinnen kaum eine Chance und agierten sehr, mir persönlich zu verhalten. So kam es, wie es kommen musste. Nach mehreren gefährlichen Situationen an und in unserem Strafraum erzielten die Charlottenburgerinnen die Führung. Trotz der Wechselspielerinnen merkte man, dass bei unseren (noch nicht kurierten) Spielerinnen schnell die Kraft nachließ. Wir gingen mit einem Rückstand in die Pause. 

In Halbzeit 2 sollte sich einiges ändern und wir erarbeiteten uns mit guten Kombinationen immer wieder Räume, um in Torschussdistanz zu gelangen. Nur muss man den Abschluss dann auch mal suchen und nicht versuchen, den Ball ins Tor zu tragen. Leider verspielen wir gute Chancen (viel) zu leichtfertig. Ein flacher Schuss auf dem feuchten Rasen (es schneite mittlerweile) hätte die Torhüterin doch in ernste Schwierigkeiten bringen können. Passierte aber nicht. Jedoch tat dies die auffälligste Spielerin der Charlotterburger Mannschaft und so lagen wir in Minute 50 mit 2 Toren hinten. Eigenartigerweise brachte uns das aber wieder zurück ins Spiel, trotz der nachlassenden Kräfte und häufigeren Wechsel. So nutzte Zoe zehn Minuten nach dem 0:2 einen Fehler in der Hintermannschaft vom SCC eiskalt aus und erzielte den Anschlusstreffer. Nun waren wir wieder wach und wollten den Ausgleich. Wir drängten auf das 2:2, aber die Kraft reichte hierfür leider nicht mehr, obwohl wir stark nach vorne spielten. Letztlich erzielte erneut die Spielerin mit der Nummer 10 vom SCC in Minute 65 nach einem katastrophalen Stellungsfehler das 1:3 und damit den Endstand. Das Spiel war zwar nicht ganz ausgeglichen, allerdings war hier heute mehr "drin" gewesen. Jetzt geht es erstmal in die Winterpause.

 

So, 03.12.17

SV Lichtenberg 47 gg. SFC Stern 1900

 

Auswärtsspiel beim SV Lichtenberg 47 bei eisigen Temperaturen. Die Mannschaft kannten wir bereits aus unserem ersten Pokalspiel, in dem wir die Lichtenberger mit 4:1 förmlich vom Platz fegten. Leider waren wir immer noch (oder wieder mal) stark von Krankheiten und Absagen geschwächt. Glücklicherweise hat uns wieder Leonie aus der D (Stützpunktspielerin und vor Kurzem sogar zum DFB-Sichtungstraining eingeladen) verstärkt, so dass wir wenigstens eine Ersatzspielerin hatten. Wir spielten diesmal mit einer 5-1-1-3. Leider fanden wir gar nicht ins Spiel und machten es uns selber sichtlich schwer ins Spiel zu kommen. Wir hatten so gut wie gar keine Spielanteile, da der erste Ballkontakt so unsicher war, dass die Lichtenberger nur nachzusetzen brauchten und schon waren wir wieder gezwungen, Ball und Gegner hinterher zu rennen. Keine Ballsicherheit, kein Spielfluss und die wenigen Versuche unsere Mittelstürmerin in Szene zu setzen, wurden von der aufmerksamen Lichterberger Hintermannschaft sicher, manchmal etwas konfus, unterbunden. Wir hatten in der Defensive riesige Probleme, die schnellen Angreifer in Schach zu halten. Da wir nicht ins Spiel fanden und sich die individuellen Fehler mehrten, gingen wir mit einem 0:3 in die Pause.

Die zweite Halbzeit begannen wir (viel) engagierter, da in der Halbzeitpause einige Dinge angesprochen wurden und die Mädels zeigen wollten, dass sie es besser können. Wir zeigten schöne Spielzüge, waren gefährlich, aber leider nur bis zum Strafraum. Torgefährlich waren wir zu keinem Zeitpunkt im Spiel. So nutzte Lichtenberg unsere Unsicherheiten in der Defensive zu weiteren 3 Toren. Sie traten auch über die gesamte Spielzeit aggressiver und bissiger auf. Man merkte, sie wollten das heutige Spiel gewinnen. Leider muss ich hier erwähnen, dass die Spielerinnen von Lichtenberg durch ihre körperliche Überlegenheit natürlich Vorteile beim Zweikampf hatten, aber diese teilweise sehr hart geführt wurden. Mitunter schon unfair und der Schiedsrichter hat (mal wieder) so gut wie nichts gepfiffen, obwohl man teilweise bis auf die Straße gehört hat, dass hier in die Knochen gegangen wurde. Bezeichnend für die Inkonsequenz des Schiedsrichters war die letzte Szene des Spiels, als unsere Stürmerin, geschickt durch einen Steilpass, (fast) frei auf das Tor zu lief, die Lichterberger Torhüterin ihr entgegengepreschte und zwei Meter vor dem Strafraum den Ball absichtlich in die Hand nahm. Eine klare Verhinderung einer Torchance, die mit einer roten Karte geahndet werden MUSS. Aber der Schiedsrichter gab hier nur die gelbe Karte. Warum denn das? Erklärung seinerseits: "In der 2. Minute der Nachspielzeit vergebe ich keine rote Karte mehr." Ein schlechter Witz. Wir bekamen also einen Freistoß. Dieser wurde nicht sonderlich platziert geschossen, aber die Torhüterin bekam den Ball nicht unter Kontrolle und so staubte Sophie zum 1:6 ab. Schlusspfiff. 

Der Schiedsrichter ist natürlich nicht verantwortlich, dass wir dieses Spiel verloren haben... Aber ich würde mir im Juniorinnen-Bereich die gleiche konsequente Haltung wünschen, wie im Erwachsenenbereich. Ein Foul ist ein Foul (vor allem, wenn man es schon über den ganzen Platz "knallen" hört) und eine rote Karte durch ein unsportliches Handspiel ist eine rote Karte wegen eines unsportlichen Handspiels. Egal, in welcher Spielminute. Ganz einfach. Aber Lichtenberg hat selbstverständlich absolut verdient gewonnen... und wir? Ja, wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. 

 

 

 

 

So, 26.11.17

SFC Stern 1900 gg. Friedrichshagener SV --> 0:4

 

 

Heute hatten wir ein schweres Spiel gegen den Aufstiegskandidaten Friedrichshagener SV. Da der Kader wieder durch Krankheiten und Termine einiger unserer Spielerinnen erheblich geschwächt war, haben wir uns zwei Spielerinnen aus der D (Jahrgang 2006) "ausgeliehen". Danke hier nochmal an Leonie und Nora für das Aushelfen. Dennoch hatten wir keine Ersatzfeldspieler, so dass wir unsere Ersatztorhüterin, ohne Erfahrung als Feldspielerin, als eben solche einsetzen mussten, damit wir im Notfall wechseln konnten. Jedoch starteten wir gut und hatten sogar die erste Chance... Unsere Stürmerin wurde steil geschickt und die Verteidigung von Friedrichshagen kam nicht hinterher. Eigentlich (mal wieder) ein sicheres Tor. Aber hier fehlt unserer Stürmerin Nummer 2 die Erfahrung und Ruhe, das Runde an der herauseilenden Torhüterin vorbei mit der Innenseite ins Eckige zu schieben. Sondern die Torhüterin wurde als (scheinbar unüberwindbares) Hindernis aus kurzer Distanz angeschossen. Jedoch machten wir weiter Druck und erschwerten es den Gegnerinnen ins Spiel zu finden. Besonders auffällig waren unsere beiden 2006er, die hier gegen 3 Jahre ältere und körperlich weitaus kräftigere Mädchen eine gute Partie spielten.

Wir hatten nicht wirklich zwingende Torchancen, aber Friedrichshagen tat sich doch sichtlich schwer mit unserem Spiel und wirkte überrascht. Leider rächt sich unsere mangelhafte Chancenverwertung jedesmal, da wir in der Verteidigung auch nicht die Ruhe haben, uns aus einer gefährlichen Situation am Strafraum spielerisch zu befreien. Befreiungs"schläge" sind zu kraftlos, zu hektisch und landen irgendwie ständig beim Gegner. Leider waren unsere Torabschläge so dermaßen schwach, dass Friedrichshagen nur in der Mitte zu warten brauchte, um sofort in Ballbesitz zu kommen. So kippte das Spiel innerhalb weniger Minuten und Friedrichshagen ging (auch sicher aufgrund der Erfahrung ihrer Offensivspielerinnen) in Führung. Damit haben wir uns mal wieder das Spiel aus der Hand nehmen lassen und individuelle Fehler (aufgrund mangelnder Erfahrung, fehlender Konzentration und der teilweise sträflichen Passivität) wurden von Friedrichshagen eiskalt ausgenutzt. Hier muss man aber auch erwähnen, dass unser Kader zur Hälfte aus hochgezogenen Spielerinnen des Jahrgangs 2005 besteht, von denen viele gerade seit ca. 1 Jahr Fußball spielen. Aber es ist nicht nur das. Manchmal fehlt uns einfach der Biss und der Wille, uns gegen spielerisch stärkere und körperlich robuster auftretende Gegner wieder ins Spiel zu kämpfen. Das ist eine Sache der Einstellung. Letztendlich gewann der Friedrichshagener SV verdient.

 

 

 

So, 19.11.2017

SFC Stern 1900 gg. SV Buchholz --> 1:2

  

"Pleiten, Pech und Pannen" bei kalten Temperaturen am Sonntag Morgen auf dem Sterner. Zu Gast war der SV Buchholz. Da wir punktgleich mit Buchholz waren, um unsere Heimstärke wussten und was "gut zu machen" hatten, wollten wir hier unbedingt die 3 Punkte einfahren. Leider mussten wir auf unsere 1. Torhüterin und unsere Top-Stürmerin verzichten. Zusätzlich haben noch 2 Spielerinnen am Vortag die D-Juniorinnen verstärkt. Was letztendlich hieß, dass wir mit einer Auswechselspielerin spielen mussten. Nicht gerade optimal, aber so konnte man etwas rotieren lassen. Was in der Offensive hervorragend klappte, war in der Defensive umso komplizierter, da es hier teilweise an Laufbereitschaft vor der 4er-Kette mangelte und das Stellungsspiel trotz konkreter Anweisung von der Seitenlinie vernachlässigt wurde. 

 

Aber die spielbestimmende Mannschaft waren von Anfang an wir. In den ersten 15 Minuten hatten wir mehrere Chancen, darunter 3 "Hundertprozentige", die uns eigentlich Sicherheit geben sollten. Doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Und so kam es wie es kommen musste... Ein Freistoß kurz vor dem Sterner-Strafraum für Buchholz. Eine gut positionierte Mauer mit unseren großen Verteidigerinnen ließ der Spielerin von Buchholz (scheinbar) keine andere Möglichkeit als die Torwartecke anzupeilen. Pfiff. Schuss. Tor. 0-1! Das war viel zu einfach. Kann passieren, wenn der Freistoß hart und präzise ausgeführt wird, aber der Schuss war definitiv "haltbar". Wir kamen im Anschluss zwar immer wieder gerade über die Außen gefährlich vors Tor, allerdings nutzten wir die Möglichkeiten nicht. So ging es mit einem Rückstand in die Halbzeit, da auch Buchholz bis auf ein paar ungefährliche Schüsse nichts zustande brachte. Das war schade, denn wir kombinierten gut, erspielten uns Möglichkeiten, trotz der körperlichen Unterlegenheit auf fast allen Positionen und waren klar die bessere Mannschaft. Aber wir belohnen uns letztendlich nicht. 

 

Zu Beginn der 2. Halbzeit waren wir besser im Spiel und setzten Buchholz unter Druck. Wir spielten konsequent gefährlich über die Außen und kombinierten hervorragend. Was schließlich mit dem 1:1 Anschlusstreffer belohnt wurde. Eine gute Kombination über die rechte Außenbahn und den anschließenden Pass direkt vor den Kasten brauchte Debi nur noch einzuschieben. Aber anstatt nun befreit aufspielen zu können, verflachte die Partie zunehmend. Ballverluste durch individuelle Fehler, fehlende Laufbereitschaft einiger und mangelnde Chancenverwertung sind nicht die Komponenten, mit denen man ein Spiel dreht und noch gewinnt. Chancen hatten wir auch in der zweiten Halbzeit genug. Buchholz war ungefährlich, profitierte zwar immer wieder von unserer Passivität, aber Nennenswertes brachten sie nicht wirklich zustande. Wir leider auch nicht, da wir versuchten die Bälle ins Tor zu tragen. Und so kommt die alte (und nervige) Fußballweisheit zum Tragen: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein.“ Kurz vor Ende des Spiels verlieren wir in der Vorwärtsbewegung des Ball (da man ja lieber das 1gg1 sucht, anstatt den Ball sicher zur mitlaufenden Spielerin zu passen), Buchholz spielt über rechts Außen nach vorne, unsere Torhüterin kommt rausgesprintet und kann mit einer einer Grätsche gerade noch so vor der anstürmenden Spielerin den Ball klären. In der Situation verletzte sie sich, wollte aber weiter spielen. In der direkt darauf folgenden Vorwärtsbewegung gehen wir wieder völlig unnötig in das 1gg1, verlieren hier wieder den Ball, rücken dann nicht entschieden nach und können in Unterzahl auf der linken Abwehrseite nur zur Ecke klären. Die ausgeführte Ecke auf den ersten Pfosten wurde von einer gerade eingewechselten Buchholzer Spielerin eingenickt. 1:2. Anpfiff. Zehn Sekunden später: Abpfiff.

 

So verliert man ungerne Spiele, abgesehen davon, dass man sowieso ungerne verliert. Aber hier hatte man das Gefühl, durch Eigentore verloren zu haben. Noch schlimmer als diese bittere Niederlage werten wir allerdings die Verletzung unserer heutigen Torhüterin Doreen, die sich so schwer am Knie verletzt hat, dass sie mit mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden musste. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung und eine schnelle Genesung.

  

 

 
Do, 16.11.2017
SFC Stern 1900 gg. FC Internationale --> 1:5
 
 
Im heutigen Pokalspiel hatten wir mit dem Verbandsligisten FC Internationale ein schweres Los "gezogen". Viele der Mädchen kennen wir noch aus der D und daher wussten wir, dass die Mannschaft einen hervorragenden Fußball spielen kann. Wir bauten auf unsere Heimstärke und hofften, vielleicht sogar das erste Tor zu schießen. Eine kurzfristige Absage unserer Stürmerin war natürlich ein echter Schlag, aber wir hofften, diesen Ausfall kompensieren zu können. Danke an dieser Stelle an Rosalie und Mia für die Unterstützung. Leider zeigte sich, dass dies heute nicht der Fall war. Wir fingen sehr unkonzentriert an, aber dennoch mit guten Aktionen nach vorne. So hatten wir sogar die Chance nach einem Fehler in der Hintermannschaft von Inter in Führung zu gehen, setzen aber nicht entschieden und schnell genug nach, sondern warteten kurz ab, um dann zu realisieren "hey, das ist doch eine Chance", die dann natürlich wieder verpuffte, weil die Torhüterin den Ball kurz vor unserer Spielerin "save" hatte. Und das machte in diesem Spiel den Unterschied zwischen uns und den kampfstarken Spielerinnen von Inter aus. Inter war eine Spur gedankenschneller, zielstrebiger und selbstbewusster als wir. Sie waren immer den einen Schritt früher am Ball, ließen uns kaum Raum, um unser Spiel zu entfalten und führten die Zweikämpfe auch robuster (eine Spur zu hart für meinen Geschmack, da vieles einfach nur mit gestrecktem Bein auf Kniehöhe ging und der Schiedsrichter da nicht oft genug eingeschritten ist). Also, eigentlich genau das, was wir uns vorgenommen haben. 
 
Leider ging Inter durch ein Handspiel im 16er und den darauf folgenden 11-Meter in Führung. Das war erstmal ein Dämpfer und es fehlt dann einfach der Impuls (vielleicht mal durch die Spielerinnen auf dem Feld) das Gegentor abzuhaken, die Zähne zu fletschen und konzentriert weiter daran zu arbeiten ins Spiel zu kommen. Inter witterte die Unsicherheit und machte nun natürlich Druck. Leider lassen wir uns durch den Gegner dann auch zu sehr vorführen. Passivität im Zweikampf, gerade kurz vor dem Strafraum lassen den Gegenspielerinnen so viel Freiraum, um sich den Ball schön auf den "Schokoladenfuß" zu legen und abzuziehen. So lagen wir, obwohl wir vorne gut mitspielten, relativ schnell 0:2 hinten. Nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber wir kamen nun besser ins Spiel und machten es Inter sichtlich schwerer zu kombinieren. Die guten Aktionen von Inter beschränkten sich im weiteren Verlauf auf Einzelaktionen, die wir gut, aber zu hektisch abwehrten. Wir agierten aber weiterhin zielstrebiger als zu Beginn der Halbzeit, was schließlich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt wurde. Ein hoher Ball an die Strafraumgrenze und eine gute Annahme von Sophie brachten sie in Schussposition. Eine mit dem Vollspann super geschossene Bogenlampe in die linke Ecke ließ der Torhüterin von Inter keine Chance. Ab da war es ein Spiel, was keinen Klassenunterschied erkennen ließ. Inter geriet unter Druck und wir führten die Zweikämpfe nun aggressiver... Das Ergebnis nahmen wir mit in die Halbzeitpause.
 
Und wieder nahmen wir aus Halbzeit 1 nichts an Schwung mit in Halbzeit 2, sondern ließen uns mal wieder überrumpeln. Halbzeit 2 war ein Mix aus individuellen Fehlern, zaghaftem Zweikampfverhalten, fehlender Übersicht und unkonzentrierter Spielweise (nicht von allen!!!). Aber auch guten Spielzügen, vor allem über unsere starke rechte Seite. Leider viel zu selten und so schenkte uns Inter noch drei Tore ein. Allesamt mit einem Fragezeichen versehen, da diese Tore definitiv zu verhindern waren. Allerdings ist auch hier anzumerken, dass die Hälfte unseres Teams aus "hochgezogenen" 2005ern aus der D besteht, die teilweise gerade mal seit einem Jahr Fußball spielen. Das macht auf dem Platz natürlich in vielen relevanten Dingen einen riesigen Unterschied aus, wenn man gegen Teams spielt, in denen die Mädels größtenteils 2 Jahre älter sind. Von daher kann man sagen, dass wir uns noch am Anfang einer spannenden Reise in die Gepflogenheiten des Großfeld-Fußballs befinden und dafür machen die Kinder das schon sehr ordentlich. Nichtsdestotrotz muss man abschließend sagen, dass Inter unsere Passivität zwar sehr entgegen kam, sie aber verdient in die nächste Pokalrunde eingezogen sind. 
 
 
 
 
 
 
Sa, 11.11.2017
B.W. Hohen-Neuendorf gg. SFC Stern 1900 --> 5:1
 
 
Es war eine enttäuschende Vorstellung unserer Sterner. Wir konnten leider nicht an die hervorragende Leistung des Testspiels vor den Herbstferien gegen den Verbandsligisten Türkiyemspor (3:3) anknüpfen. Hohen-Neuendorf war heute in allen Belangen überlegen. Uns fehlte der Biss, den Gegner rechtzeitig zu stellen und so deren Zug zum Tor zu stören. Es fehlte der Wille, sich für das Team aufzuopfern und so das Spiel unter unsere Kontrolle zu bringen. Fehlende Laufbereitschaft, schwaches Zweikampfverhalten, sinnloses Weggebolze der Bälle (die man auch gut in den eigenen Reihen hätte halten können), begrenzte Übersicht, zögerliches Umschalten in die Defensive, keine Kommunikation untereinander... Das könnte jetzt ewig so weitergehen. Es sind immer dieselben Spielerinnen, sich für den Rest des Teams abrackern, während andere sich immer wieder (auch konditionell bedingt) eine "kreative Schaffenspause" gönnen und den Körper aber vor allem den Kopf in den Energiesparmodus schalten. Wir haben heute zwei Schritte zurück gemacht, anstatt auf unsere kontinuierlich steigende Leistung aufzubauen. Selbst das Anschlusstor zum 1:3 brachte kein Aufbäumen. Fast alle Tore von B.W. sind darauf zurückzuführen, dass wir im Strafraum und davor die Bälle blind irgendwohin kicken (oder gar nicht erst aus der Gefahrenzone bekommen), natürlich jedesmal in die Beine der anlaufenden Gegnerinnen und dann gespannt zugucken, was die denn so mit dem Ball anstellen. Wir standen uns heute, völlig unnötig, selber im Weg und haben B.W. das Spiel machen lassen. Bedingt durch die Passivität einiger Spielerinnen, hatte B.W. keine Probleme uns (fast) die gesamte Spielzeit über vorzuführen. Das wirft jede noch so gute taktische Planung über den Haufen. 
 
 
Es gab bei all der Kritik aber auch immer wieder einige Lichtblicke... Szenen, in denen wir gut kombinierten und zeigten, zu was wir eigentlich imstande sind. Allerdings viel zu selten und diese Situationen wurden nicht konsequent genug ausgespielt und vor dem Tor einfach zu leichtfertig vergeben.
 
 
Fazit: Bloß nicht abhaken, sondern als "Mahnmal" für jedes der kommenden Spiele im Hinterkopf behalten.
 
 
 
 

 

Sa, 14.10.2017

SV BW Berolina Mitte 49 II gg. SFC Stern 1900 --> 2:0

 

 

Heute stand der Spieltag unter keinem guten "Stern". Das 3. Spiel in 7 Tagen mussten wir leider in Unterzahl bestreiten, da eine Spielerin krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen ist, eine Andere sich am Vortag verletzt hat und eine Weitere Anfang der Woche wohl mündlich abgesagt hat, anstatt die sehr übersichtliche (und extra dafür eingerichtete) SpielerPlus-App zu nutzen. Alles Dinge, die passieren können und die dann letztendlich dazu führten, dass wir bei Bero 2 mit nur 9 Spielerinnen (von eigentlich 12 geplanten Sternern) antreten mussten. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt und mussten uns früh am Morgen etwas einfallen lassen. Also, wurde umgestellt. Unsere 1. Torhüterin setzten wir schweren Herzens als Feldspielerin ein und unsere Ersatztorhüterin ging dafür in den Kasten. Die Devise lautete also hinten abzusichern. Mit einer Viererkette und drei defensiven Mittelfeldpositionen. Unsere einzige Sturmspitze war also die meiste Zeit auf sich alleine gestellt. Das klappte in der ersten Halbzeit über die meiste Zeit hervorragend und wir standen sehr sicher hinten, aber bekamen den Ball nicht unter Kontrolle. Klar, wir waren nach vorne immer wieder gefährlich, weil wir sichere Pässe spielen können und unsere Stürmerin vorne kaum zu bremsen ist. Aber es fehlte eindeutig die Hilfe aus dem Mittelfeld, sodass sie meistens 3 Gegenspielerinnen gegen sich hatte. Das Aufrücken aus dem Mittelfeld ist natürlich mit 2 Spielerinnen weniger nicht ganz so einfach umzusetzen, da die Absicherung nach hinten wichtiger ist, damit wir nicht in Konter laufen, auf die Bero natürlich gelauert hat. Wir hatten die dribbelstarken Gegenspielerinnen gut im Griff und konnten die Angriffe abwehren, aber uns auch nicht wirklich befreien, da die Verteidigung von Bero sehr aufmerksam agierte. Da fehlt es dann einigen Spielerinnen auch an der nötigen Erfahrung, dem Durchsetzungsvermögen und der Ruhe den Ball nicht nur blindlinks in irgendeine Richtung zu schießen, sondern auch unter Bedrängnis die Übersicht zu behalten. Leider spielten wir Bero die Bälle zu häufig direkt in die Füße und damit macht man einen Gegner, den man eigentlich mehr oder weniger unter Kontrolle hat, ungewollt stark.

 

So passierte es dann auch... In Minute 20 landete ein verunglückter, der Verteidigerin über den Schlappen gerutschter Befreiuungsschlag bei unser (Ersatz)Torhüterin. Aufgrund der fehlenden Erfahrung wusste sie nicht, ob sie den Ball in die Hand nehmen darf oder ob dies als Rückpass zählt. Leider wurde das SEHR laustarke Kommando vom Trainer, den Ball in die Hand zu nehmen erst hinterfragt und dann ignoriert, um dann letztendlich den Ball panisch mittig in Richtung der Strafraumgrenze zu kicken. Natürlich viel zu schwach. Anschließend bekam die irritierte Verteidigung den Ball auch nicht entscheidend unter Kontrolle und der Ball landete postwendend bei einer Spielerin von Bero, die im Rückraum einfach nur gewartet hat. Ihr anschließender halbhoher, nicht allzustarker und eher unplatzierter Schuss rutschte dann der Torhüterin zu allem Übel auch noch durch die Hände. Da brachte auch alles hinterher"krabbeln" nichts. Der Ball trumpfte hinter ihr wie in Zeitlupe einmal auf, sprang an den Innenpfosten und danach ins Tor. So ein unglückliches Tor. So dermaßen unglücklich, dass alle erstmal ein paar Sekunden sprachlos da standen. Das war ein Dämpfer und es herrschte allgemein etwas Unsicherheit. Wir konnten dennoch immer wieder aus dem Mittelfeld heraus unsere Sturmspitze einsetzen, die sich aber auch nicht alleine gegen die komplette Viererkette durchsetzen kann. Dennoch ging es auch darum, die Abwehr zu entlasten. Die Mädchen haben bis auf den unglücklichen Gegentreffer eigentlich sehr viel richtig gemacht und überstanden so die erste Halbzeit ohne weiteres Gegentor. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurden wir auch noch durch eine weitere Spielerin verstärkt, die glücklicherweise noch zum Platz gefunden hat. 

 

Halbzeit 2 starteten wir dann mit 10 Spielerinnen. Allerdings waren die Meisten, gerade die Außenspielerinnen, durch die kraftraubende erste Halbzeit nicht mehr ganz bei Kräften. Da half auch das durch die Eltern bereitgestellte Obst und Gemüse nicht viel. Das merkte man hauptsächlich daran, dass wir nicht mehr die Kraft hatten, die Gegner sofort zu stellen, was Bero natürlich Räume öffnete, die sie in Halbzeit 1 so gut wie gar nicht hatten. Daher standen wir hinten nicht mehr so sicher und die zusätzliche Unerfahrenheit im Stellungsspiel ließ uns schlechter aussehen als in Halbzeit 1, obwohl wir nun eine Spielerin mehr auf dem Platz hatten. Aber nach vorne spielten wir sicherer und gefährlicher. Die Verteidigung von Bero verstand es aber besser als wir, hinten die Ruhe zu bewahren und die Bälle notfalls weit raus zu schlagen. Da müssen wir noch einiges an Trainingseinheiten investieren, damit diese Mechanismen sitzen und wir uns nicht immer selber in Bedrängnis bringen. Ja, wir hatten Torchancen. Diese wurden nicht wie in den vorangegangen Spielen eiskalt genutzt, was sicher wünschenswert gewesen wäre. Der Anschlusstreffer hätte den Spielverlauf besser verdeutlicht. Gerade deswegen, weil wir uns in Minute 45 wieder so ein unglückliches und verhinderbares Tor eingefangen haben. Der Ball konnte nicht geklärt werden, landete bei der nachsetzenden Spielerin von Bero. Unter Bedrängnis konnte diese den Ball von ca. 10 Metern noch irgendwie Richtung langes Eck bugsieren und der Ball landete hinter unserer hinterschauenden Torhüterin dann auch tatsächlich im Netz. Bero setzte jetzt weiter nach, blieb aber trotz des spielerischen Übergewichts ohne weiteren Torerfolg und das wäre auch unverdient gewesen, da die Torchancen in etwa ausgeglichen waren.

 

Den heutigen Unterschied machte eindeutig die Überzahl von Bero aus und dass ihr Sieg durch den Ausfall einiger Stammkräfte begünstigt war. Wir können aus dieser Niederlage aber einiges an Erfahrung mitnehmen und auch die Kinder wissen, wo ihre individuellen Defizite liegen, die es zu trainieren gilt. Leider ist in jedem Spiel zu erkennen, dass einige sich die volle Spielzeit abrackern, während wiederum andere sich eine Auszeit gönnen und locker über den Platz traben. Das muss sich in den nächsten Spielen ändern. Ansonsten haben wir das Beste aus dem Spiel und es Bero sichtlich schwer gemacht, sich spielerisch zu entfalten. Wenn wir in voller Stärke angereist wären, dann wäre das Spiel hier sicher mit einem anderen Spielstand versehen gewesen. Bero hat starke Spielerinnen und eine gute Mannschaft, keine Frage, aber dem stand eine entschlossene Defensive von Stern gegenüber, die sich hier nicht abschießen lassen wollten und das ist uns gelungen.

 

Jetzt können sich alle über die längere Spielpause ausruhen und wieder zu Kräften kommen, damit wir im nächsten Spiel wieder voll(zählig) angreifen können.

 

nMi, 11.10.2017

SFC Stern 1900 gg. SV Lichtenberg 47 --> 4:1

 

Grauenhafter Platz, hervorragendes Wetter, geschlossene Mannschaftsleistung, stellenweise überragender Fußball, absolut gerechtfertigtes Ergebnis. Aber Eins nach dem Anderen...

 

Ein herrlicher Mittwoch Abend brachte uns für das erste Pokalspiel an unsere Trainingsstätte, den verhassten Platz am Immenweg. Dass dieser Platz für offizielle Spiele freigegeben ist, stimmt nachdenklich. Training ok... aber Spiele? Zumindest kennen unsere Mädchen diesen Platz schon seit geraumer Zeit und können mit seinen Macken sicher besser umgehen als unser Gegner, was uns einen kleinen Vorteil verschaffen könnte. Zu Gast war der SV Lichtenberg 47, der sicher eine weite Anfahrt hat, aber leider, nach Aussage der Trainer, aufgrund der heutigen Verkehrsbedingungen erst 15 Minuten vor Spielbeginn eintrudelte. Der Schiedsrichter war so nett, das Spiel etwas später anzupfeifen, damit sich die Lichterberger Mädchen noch warm machen können. Thumbs up. Wir haben die Zeit genutzt und unser obligatorisches Aufwärmprogramm abgespult. Die Mädchen waren fit und bereit für die Partie. Großartig einstimmen brauchten wir sie nicht. Sie waren hochmotiviert und euphorisiert vom letzten Heimsieg. Genau da wollten wir weitermachen... 

 

Leider waren die ersten 15 Minuten sehr zerfahren. Nach einer Großchance von Zoe in der 2. Minute, die eigentlich zum 1:0 hätte führen müssen und einer weiteren Chance in der 6. Minute, abermals Zoe durch eine Vorlage über die rechte Außenbahn von Sophia, gaben wir das Spiel aus der Hand. Individuelle Fehler und verschlafen wirkendes Defensivverhalten begünstigten nach unser Großchance die wütenden Angriffe der Lichtenberger. Wir bekamen die Bälle nicht aus der Gefahrenzone rund um den 16er, spielten blinde Pässe, die meistens direkt bei den Gegnerinnen landeten und waren allgemein einfach zu passiv. Entlastung nach vorne? Fehlanzeige! Jedoch wehrten wir die Angriffe ab, auch durch eine vollkonzentrierte Leni im Tor, deren Ruhe die Anderen langsam zu beeinflussen schien. Nach den ersten wilden 15 Minuten waren wir konzentrierter, kontrollierten den Ball und auch den Gegner immer besser und erarbeitenen uns wieder mehr Raum in Richtung gegnerisches Tor und so auch wieder die nötige Ruhe, die wir benötigen, um zu unserem Spiel zu finden. Auch trotz der wilden Gestikulierungen und lautstarken Korrekturen durch das (momentan noch) unzufriedene Trainergespann. In der 23. Minuten sollten die Bemühungen geschickt und zielsicher nach vorne zu agieren endlich belohnt werden, als Zoe nach einem tollen Doppelpass zwischen Sophie und Sophia auf rechts und einem anschließend genial gespielten Pass in die Schnittstelle der Lichterberger Defensivreihe auf die Reise geschickt wurde. Eiskalter Abschluss zum befreienden 1:0. Erleichterung und euphorischer Jubel beim Trainergespann und den "Fans". Sofort setzten wir nach und machten Druck auf den Ball und den Gegner. Und so war es wieder Zoe, die den Verteidigern in Minute 25 enteilte, die Torhüterin aussteigen ließ und den Ball locker über die Torlinie schob. Der Gegner hatte zwar auch schnelle Angreifer in seinen Reihen, jedoch wurden diese jedesmal von Toni und Lina auf den Außenbahnen abgelaufen und in der Mitte warteten unsere Doppel-6 und die beiden IV Jojo und Larissa, die es immer wieder schafften, die Bälle zu klären. Manchmal aber etwas zu konfus. Hatte doch mal ein Ball den Weg Richtung Tor gefunden, so war Leni auf dem Posten und sorgte für Sicherheit. Am Ende der 1. Halbzeit stand es richtigerweise 2:0 für uns. 

 

Die zweite Halbzeit startete auf Augenhöhe und es ging hin und her, allerdings waren wir kontrollierter und ruhiger, aber auch manchmal etwas zu leichtsinnig und passiv. Wir kontrollierten das Mittelfeld, in dem Doreen und Sophie immer wieder Akzente nach vorne setzen konnten, auch über die Außen waren wir gefährlich, was den Gegner zu Fehlern in der Viererkette zwang. Jedoch fehlte es wieder mal an der letzten Entschlossenheit und/oder dem richtigen Zeitpunkt des Abspiels. Zoe beendete in Minute 50 den "Spuk", indem sie über die halblinke Seite nach einem eroberten Ball im Mittelfeld zwei Gegnerinnen stehen ließ und auch eine dritte, als sie sich mit einer Finte den Ball auf den rechten Fuß legte, um dann von der Strafraumgrenze aus das Leder ins kurze Eck zu wuchten. 3:0. Lichtenberg konnte anschließend durch zwei eingewechselte Spielerinnen sehr körperbetont für etwas "Gegengewicht" sorgen, aber wir hatten uns schnell auf sie eingestellt und konnten Ihnen zwar körperlich nicht viel entgegensetzen, aber waren durch ein gutes Stellungsspiel im Mittelfeld und in der Defensive immer wieder in der Lage die Vorstöße abzublocken und zum Konter anzusetzen. In Minute 60 belagerten wir das Tor regelrecht und die Torhüterin musste direkt nacheinander Schüsse von Zoe, Vivi und Sophie abwehren. Die anschließende Ecke durch Lina war gefährlich, aber brachte nichts ein. Ein zu kurzer Abschlag der Torhüterin von Lichtenberg in der 63. Minute, brachte Zoe in Position, die der Verteidigerin den Ball abluchste und sicher ins lange Eck zum 4:0 und zu ihrem 4. Tor einnetzte. Allerdings blieb Lichtenberg auch weiterhin mit ihren starken Mittelfeldakteuren gefährlich und holte über die rechte Außenbahn in Minute 65 eine Ecke raus. Aus unerklärlichen Gründen ließen wir die Lichtenberger die Ecke kurz auf die Strafraumecke spielen, griffen anschließend aber auch nicht die zum Schuss ansetzende Spielerin an und so kam es wie es kommen musste... Der Ball segelte über die etwas zu weit vor dem Tor stehende Leni unter die Latte. Der 4:1 Anschlusstreffer. Nicht ganz unverdient, aber trotzdem verhinderbar. Jetzt hatte Lichtenberg etwas die Oberhand und kam in den folgenden Minuten ein paar Mal gefährlich vors Tor, aber die Abwehrspielerinnen machten aber ihren Job gut und Leni war hinten absolut nicht aus der Ruhe zu bringen.

 

Abpfiff eines tollen Spiels mit tollen Torraumszenen und wunderbaren Spielzügen, aber auch mit kleinen Abzügen in der B-Note.

 

 

 

So, 08.10.2017

SFC Stern 1900 gg. Berliner TSC --> 4:0

 

Endlich. Das erste Heimspiel.

 

Lausiges Wetter auf dem geliebten Sterner, aber die Mädels waren von Anfang an hellwach und haben sich gut aufgewärmt. Als Gegner hatten wir den Berliner TSC zu Gast, der wie wir bisher noch ohne einen Punkt im unteren Tabellendrittel zu finden war. Wir waren im höchsten Maße motiviert, unsere ersten drei Punkte einzufahren. Der Gegner allerdings auch und die taktische Ausrichtung war klar... Den Ball und den Gegner kontrollieren, hinten sicher stehen und schnell nach vorne spielen. Dies gelang uns von Anfang an außergewöhnlich gut, wir hatten mehr Spielanteile und waren sicherer in der Defensive und im Spielaufbau als in den vorangegangenen Spielen. Allerdings kam auch der TSC zu seinen Chancen. Doch im Gegenzug setzten wir immer wieder konsequent unsere Schnelligkeit im Spiel nach vorne ein. Was leider noch nicht ganz greift, ist das Verständnis gestaffelt nach vorne zu agieren, wenn wir beispielweise über die Außen durchbrechen. Das Umschaltspiel klappt hier noch nicht so wie angestrebt und so standen im Verlauf des Spiels das eine ums andere Mal die Außen alleine auf weiter Flur und der Rest der Offensivabteilung trabte gemächlich hinterher.

 

Dennoch waren wir die spielbestimmende Mannschaft und in Minute 10 erzielte Zoe durch ein gutes Zusammenspiel mit Fine das erste Tor. Unser erstes Heimtor. Yes. Danach hatten wir die anfängliche Aufregung abgelegt, da wir unter keinen Umständen in Rückstand geraten wollten und erspielten uns Torchance um Torchance. Wir gingen zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich sträflich mit unseren Torchancen um, allerdings ist anzumerken, dass der eine oder andere Angriff besser hätte ausgespielt werden können, da sich der Gegner mit unserem variablen Spiel sichtlich schwer tat. Wir hatten gute Möglichkeiten durch Sophia und Fine, die sich über Außen sehr gut durchsetzten. Auch Deborah spielte sich immer wieder energisch nach vorne durch und suchte den Abschluss. Es war schließlich Mia, die in einer von der TSC-Torhüterin eigentlich geklärten Situation nachsetzte und aus kurzer Distanz einnetzte. 2:0 in Minute 20 und wir machten weiter Druck. Doreen hatte das Mittelfeld unter Kontrolle und spielte kluge Pässe. Unsere Abwehr stand gut, stellte immer wieder die Räume zu und hatte die Sturmspitze vom TSC zu jeder Zeit im Griff. Wir hatten nach dem 2:0 gute und auch gefährliche Torchancen. Jedoch war es wiederum Zoe, die einen Schnitzer der linken Abwehrseite vom TSC ausnutzte und der Torhüterin mit ihrem Flachschuss zum 3:0 keine Chance ließ. Wir hatten anschließend noch eine Ecke, die nichts einbrachte. Halbzeit!

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahmen wir etwas das Tempo raus, was aber auf unsere Spielkontrolle keinen spürbar negativen Einfluss hatte. In Minute 38 erzielte Doreen mit einem knackigen Schuss aus halbrechter Position das 4:0. Die Torhüterin hatte zwar noch die Finger am Ball, aber der Ball war zu satt getroffen. Wir waren zu dem Zeitpunkt der sichere Sieger, aber ließen im Anschluss leider auch gute Chancen liegen, wie in Minute 52, als Zoe die Abwehr im Strafraum schwindlig spielt und sich den Ball nochmal auf den rechten Fuß legt und der heranpreschenden und abtauchenden TSC-Torhüterin den Ball mit voller Wucht auf den Körper ballert. Danach war das Spiel kurz unterbrochen, aber die Torhüterin des TSC konnte glücklicherweise weiterspielen. Eine unglaubliche Aktion, um das eigentlich sichere 5:0 abzuwehren. Super Einsatz. Muss man anerkennen. Danach passierte bis zum Abpfiff nicht mehr viel.

 

Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Das Spiel über die einzelnen Positionen klappt immer besser und wir können auch in hektischen Momenten die Ruhe bewahren. Allerdings spielen wir gute Torchancen oftmals zu hektisch und ohne Übersicht. Klar, wir hätten in diesem Spiel gut was für das Torverhältnis machen können. Aber hier geht es darum, in Spielen mit weitaus weniger Torchancen die Angriffe sicher auszuspielen und so wenig wie möglich "liegen zu lassen". Bisher haben wir in jedem Spiel getroffen. Das stimmt zuversichtlich.

 

 

 

So, 01.10.2017

SV Adler vs. SFC Stern 1900 --> 8:1

 

Ja, bei dem Ergebnis kann man von einer (zu) hohen Niederlage sprechen. Ja, die Tore waren teilweise mehr als unglücklich, schmälern aber auch nicht die Leistung der Mannschaft. Aber erstmal ganz von vorne:
 
Mit dem SV Adler hatten wir am vergangenen Sonntag einen Gegner, der alle Vorteile auf seiner Seite hatte. Die C-Mädchen von Adler sind mit 4 Auswahlspielerinnen ausgestattet, haben die Möglichkeit vier (!!!) Mal die Woche zu trainieren (auf heimischem Platz) und haben einen eigenen Fitnesstrainer. Und... ach ja. Adler hatte ein Heimspiel. 
 
Was kann man dieser Mannschaft entgegen setzen? Die Marschrichtung war klar: Hinten sicher stehen und jede sich bietende Möglichkeit auf Konter zu nutzen. Das klappte leider nicht so wie geplant. Unser Problem ist weiterhin, dass wir die Bälle nicht aus dem Strafraum bekommen. Zumindest nicht so, dass man nach einer gefährlichen Situation Zeit hat sich neu zu sortieren, eventuell sofort umzuschalten und auf den Konter zu gehen. Die Möglichkeiten waren da. Wir spielten Adler die Bälle jedesmal in die Füße. Adler stand mit der Defensivreihe fast 5 Meter in unserer Hälfte und presste uns in und an den eigenen Strafraum. Ein kluger Pass nach vorne oder einfach nur mal ein Befreiungsschlag über die Mittellinie hätte gute Chancen auf Erfolg gehabt. So konnten wir die ersten zehn Minuten die Angriffe von Adler noch relativ gut entschärfen. In Minute 11 konnte die Nummer 10 von Adler aber einen individuellen Fehler ausnutzen und wir lagen zurück. Wir schafften es nicht, uns spielerisch zu befreien und für Entlastung zu sorgen. Minute 21 und das 2. Tor für Adler, wieder durch die Nummer 10 und wieder sahen wir nicht besonders gut aus.
 
Aber wir kamen nach dem zweiten Gegentor besser ins Spiel. Kämpferisch erwischten wir Adler etwas auf dem falschen Fuß. Wir waren bissig im Zweikampf und ließen uns auch nicht durch die sichtbar härtere Gangart von Adler (der Schiedsrichter hat so gut wie nichts gepfiffen) aus der Ruhe bringen. Wir hielten dagegen. Dennoch bekamen wir in Minute 32 das 3. Tor. Doch das brachte uns nicht in Verlegenheit, da wir direkt das Anschlusstor machten. Ein hervorragender Pass von Doreen über die Abwehrreihe von Adler und Zoe war auf und davon, schoss aus 16 Metern ins Eck und ließ der Torhüterin von Adler keine Chance. So hätten wir von Anfang an spielen sollen. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, wir hielten Adler in Schach und erspielten uns Möglichkeiten. Allerdings nicht zwingend genug. Doch kam uns in unserer stärksten Spielphase der Halbzeitpfiff dazwischen. 
 
In Halbzeit Zwei wechselten wir die Torwart-Position. Leider nahmen wir den Schwung aus der ersten Halbzeit nicht mit und brachen regelrecht ein. Mehrere Fehler im Defensivbereich machten die Nummer 10 von Adler zur Matchwinnerin. Ja, die Tore waren gut geschossen, aber ein erfahrenerer Torhüter hätte die Weitschüsse, vielleicht nicht immer locker, aber definitiv entschärft. Wir konnten zwar immer wieder stark nach vorne spielen, aber verpassten den richtigen Zeitpunkt des Passspiels. Adler hatte oftmals im letzten Augenblick noch einen Fuß oder ein Bein dazwischen, um erfolgreich abzuwehren. Aber genau das macht den Unterschied aus. Wir hatten die starke Nummer 10 in Halbzeit 2 zu keiner Zeit im Griff und so konnte sie noch 4 weitere Tore erzielen. Natürlich auch begünstigt durch zu passives und zaghaftes Defensivverhalten und Glück, dass der Ball überhaupt über die Linie ging. Nichtsdestotrotz war Adler hier die bessere Mannschaft, hatte starke Angriffe und eine gute Verteidigung. Die Nummer 10 hat 6 Tore erzielt, was natürlich für sich spricht. Aber wir haben es ihr leicht gemacht und genau da gilt es anzusetzen.
 
Trotz der vielen Gegentore ist eine klare Tendenz nach oben zu erkennen. Denn wir haben die entsprechende Moral uns ins Spiel zu kämpfen und besitzen die spielerischen Möglichkeiten uns Torchancen zu erarbeiten. 
 
 
 

So, 17.09.2017,  FFC Berlin 2004 - SFC Stern 1900 --> 5:2

 

So. Hier standen wir nun.

Eine Mannschaft, die aus 3 Jahrgängen besteht, hauptsächlich 2005 (sehr jung für die C-Jugend) und sich erst finden musste, zwei Trainer, die noch nie zusammen gearbeitet haben und letztendlich die gute Seele des Teams, unsere Betreuerin Angela. Stern 1900 leidet weiterhin an den ausgedünnten Kadern der drei Juniorinnenmannschaften. Es fehlen eindeutig Spielerinnen, die die Mannschaften in der Breite verstärken. Whatever… alle sind bereit ihr Bestes zu geben.

Erstes Spiel beim FFC. Auswärts (Nebenbei bemerkt: ein schönes Gelände, welches der FFC besitzt). Findungsphase: Wie gelingt den Mädchen der Umstieg aufs Großfeld (auch die älteren C-Mädels, 2003, haben letztes Jahr Kleinfeld gespielt), wie gut greifen die taktischen Vorgaben der Trainer, können wir mit eingespielten Mannschaften mithalten und wo stehen wir überhaupt? Einige Spielerinnen gingen durch Erkältungen geschwächt ins Spiel und wir hofften einfach, dass sie durchhalten.

Leider konnte unsere 1. Torhüterin nicht und so musste unsere Ersatztorhüterin, die erst seit ein paar Monaten Fußball spielt, gleich im ersten Spiel „ins kalte Wasser“ springen und durchspielen. Was vorweg erwähnt fast durchweg überzeugend war. In den ersten knapp 20 Minuten spielten wir gut mit, aber unser altes Problem war sofort sichtbar. Die Entlastung nach vorne fand zu wenig statt. Kreative Spielzüge, mal der eine oder andere Konter, fehlten einfach. Wir verspielten im Mittelfeld gute Chancen. Das machte der FFC besser, der wahrscheinlich auch einfach den Vorteil der „Eingespieltheit“ hatte. Man merkte, hier klappten die Spielzüge, aber dennoch standen wir hinten recht gut. Leider fehlt uns in der Defensive noch der Überblick, nicht nur den Ball im Auge zu behalten, sondern auch den Gegenspieler. So fingen wir uns ab der 18. Minute relativ schnell 2 Tore ein, die fast alle nach demselben Schema abliefen. Wir bekamen den Ball nicht aus dem Strafraum, nachdem die Torhüterin abgewehrt hatte und im Rückraum standen die FFCler frei und konnten ganz entspannt abziehen (so sind 4 Tore gefallen).

Nicht, dass der FFC nicht das spielerische Übergewicht gehabt hätte, aber rausgespielte Tore waren auch hier Fehlanzeige. Da waren wir besser. So spielten wir in Halbzeit 2 mehrmals konsequent nach vorne. Einmal scheiterte die bärenstarke Zoe an der Torhüterin, bei der sie sich leicht verletzte und erstmal ausgewechselt werden musste und sonst hat die Verteidigung vom FFC gut, aber auch mit Glück verteidigt. So wie wir in einigen Situationen auch. Zwei Mal spielten wir direkt nach vorne, einmal direkt nach einem Gegentor und brachten Zoe in Position, die sich stark gegen 4 Gegenspielerinnen durchsetzte und die Torhüterin aus spitzem Winkel in der kurzen Ecke überraschte und ein weiteres Mal nach dem 1:4 aus leicht abseitsverdächtiger Position mit ihrer Schnelligkeit alle Gegenspielerinnen abhängte und sicher zum 5:2 verwandelte. Der FFC bekam vorher einen unberechtigten Elfmeter zugesprochen (Arm war am Körper angelegt und bewegte sich nicht aktiv Richtung Ball), den die Spielerin mit etwas Glück verwandelte, da Amelie noch die Fingerspitzen an den Ball bekam, der hoch in die Ecke geschossen wurde. Des Weiteren hatte der FFC Glück, dass eine Spielerin nicht vom Platz gestellt wurde, da sie in der zweiten Halbzeit Zoe von den Beinen holte, nachdem diese nach einer Balleroberung den Turbo eingeschaltet hatte und somit ein taktisches Foul beging. Dieselbe Spielerin stieg kurze Zeit später mit einem weiteren gelbwürdigen Foul an der Außenlinie ein. Hier und auch in einigen anderen Situationen, wie auch beim Elfmeter, profitierte der FFC eindeutig von der Unerfahrenheit des Ersatzschiedsrichters. Dennoch hat der FFC verdient gewonnen, weil sie letztendlich einfach konsequenter und abgezockter vorm Tor waren.

 

Zu erwähnen sind die starken Leistungen unserer Doppeltorschützin Zoe, unserer Ersatztorhüterin Amelie und unserer Abwehrchefin, in diesem Spiel auch Ersatzkapitänin, Larissa, die einige Bälle von der Linie gekratzt hat.

 

Was können wir aus diesem Spiel mitnehmen?

Trotz spielerischer Unterlegenheit können wir Tore schießen und wir haben die Moral auch nach einem Rückstand von 4 Toren weiter nach vorne zu spielen.

Sicher, es muss Einiges feinjustiert werden. Aber dafür, dass dies unser erstes Spiel war, können wir positiv auf den weiteren Verlauf der Saison blicken, da wir sicher die Fehler, die wir in diesem Spiel gemacht haben, abstellen können und einfach sicherer auftreten.

  

[Mittwoch, 23.05.2012]   FC Hertha 03 - Stern 1900   1:4

C-Mädchen holen den Berliner Meistertitel 2012

Mit einem 1:4 (0:0) Auswärtserfolg beim FC Hertha 03 haben sich die C-Mädchen am Mittwochabend bereits vor dem letzten Spieltag die Berliner Meisterschaft gesichert. Aber der Weg zu diesem Erfolg war steinig.

Vielleicht war es ja doch ein wenig die Aufregung vor diesem vermeintlich so wichtigen Spiel, oder es lag ganz einfach an der enormen Hitze, die drückend über dem Spielfeld lastete. In jedem Fall fanden die Sterner ungewohnt schwer zu ihrem Spielrhythmus. Nach einem verheißungsvollen Beginn mit einigen schnellen Angriffen und Schüssen, die das gegnerische Tor nur knapp verfehlten, verflachte die Partie nach nicht einmal 10 Minuten zusehends. Während die Gegnerinnen kein Mittel gegen die gewohnt sichere Abwehr fanden, stand sich Stern im Angriff in erster Linie selbst im Weg. Unnötig hektische Pässe und ein konfuser Spielaufbau verwandelten das Spiel in ein unkoordiniertes Gekicke im Mittelfeld. Spätestens zur Halbzeit lagen dann bei den Spielerinnen, dem Trainer und den zahlreichen mitgereisten Zuschauern auch noch die Nerven blank und mit einem etwas frustrierenden 0:0 ging es in die Kabine. Zu diesem Zeitpunkt war es das wohl schlechteste Spiel der Mannschaft in dieser Saison.

Nach der desolaten ersten Halbzeit konnte der zweite Durchgang eigentlich nur noch besser werden und es war eine beherzte Einzelaktion, die tatsächlich kurz nach dem Wiederanpfiff die Führung für Stern brachte. Zwar glich Hertha 03 postwendend aus, als eine gegnerische Stürmerin den ersten wirklich energischen Angriff der Gastgeberinnen erfolgreich abschloss, doch Stern fand nun besser ins Spiel und erhöhte den Druck deutlich. Nach einem Eigentor der Herthanerinnen war der Damm dann gebrochen und es fielen noch zwei weitere Tore bis der Schiedsrichter schließlich zum erlösenden Endstand von 1:4 abpfiff.

Mit 4 Punkten Vorsprung auf Grün-Weiß Neukölln sowie 5 Punkten auf den 1. FC Union sind die C-Mädchen von Stern damit bereits vor dem letzten Spiel gegen den BSC Marzahn am 10. Juni von den Verfolgern in der Liga nicht mehr von der Spitze zu verdrängen und können sich über den Meistertitel als Abschluss einer spielerisch wie kämpferisch teilweise sensationellen Saison freuen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

stern c 2012