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Spielbericht

 
Do, 16.11.2017
SFC Stern 1900 gg. FC Internationale --> 1:5
 
 
Im heutigen Pokalspiel hatten wir mit dem Verbandsligisten FC Internationale ein schweres Los "gezogen". Viele der Mädchen kennen wir noch aus der D und daher wussten wir, dass die Mannschaft einen hervorragenden Fußball spielen kann. Wir bauten auf unsere Heimstärke und hofften, vielleicht sogar das erste Tor zu schießen. Eine kurzfristige Absage unserer Stürmerin war natürlich ein echter Schlag, aber wir hofften, diesen Ausfall kompensieren zu können. Danke an dieser Stelle an Rosalie und Mia für die Unterstützung. Leider zeigte sich, dass dies heute nicht der Fall war. Wir fingen sehr unkonzentriert an, aber dennoch mit guten Aktionen nach vorne. So hatten wir sogar die Chance nach einem Fehler in der Hintermannschaft von Inter in Führung zu gehen, setzen aber nicht entschieden und schnell genug nach, sondern warteten kurz ab, um dann zu realisieren "hey, das ist doch eine Chance", die dann natürlich wieder verpuffte, weil die Torhüterin den Ball kurz vor unserer Spielerin "save" hatte. Und das machte in diesem Spiel den Unterschied zwischen uns und den kampfstarken Spielerinnen von Inter aus. Inter war eine Spur gedankenschneller, zielstrebiger und selbstbewusster als wir. Sie waren immer den einen Schritt früher am Ball, ließen uns kaum Raum, um unser Spiel zu entfalten und führten die Zweikämpfe auch robuster (eine Spur zu hart für meinen Geschmack, da vieles einfach nur mit gestrecktem Bein auf Kniehöhe ging und der Schiedsrichter da nicht oft genug eingeschritten ist). Also, eigentlich genau das, was wir uns vorgenommen haben. 
 
Leider ging Inter durch ein Handspiel im 16er und den darauf folgenden 11-Meter in Führung. Das war erstmal ein Dämpfer und es fehlt dann einfach der Impuls (vielleicht mal durch die Spielerinnen auf dem Feld) das Gegentor abzuhaken, die Zähne zu fletschen und konzentriert weiter daran zu arbeiten ins Spiel zu kommen. Inter witterte die Unsicherheit und machte nun natürlich Druck. Leider lassen wir uns durch den Gegner dann auch zu sehr vorführen. Passivität im Zweikampf, gerade kurz vor dem Strafraum lassen den Gegenspielerinnen so viel Freiraum, um sich den Ball schön auf den "Schokoladenfuß" zu legen und abzuziehen. So lagen wir, obwohl wir vorne gut mitspielten, relativ schnell 0:2 hinten. Nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber wir kamen nun besser ins Spiel und machten es Inter sichtlich schwerer zu kombinieren. Die guten Aktionen von Inter beschränkten sich im weiteren Verlauf auf Einzelaktionen, die wir gut, aber zu hektisch abwehrten. Wir agierten aber weiterhin zielstrebiger als zu Beginn der Halbzeit, was schließlich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt wurde. Ein hoher Ball an die Strafraumgrenze und eine gute Annahme von Sophie brachten sie in Schussposition. Eine mit dem Vollspann super geschossene Bogenlampe in die linke Ecke ließ der Torhüterin von Inter keine Chance. Ab da war es ein Spiel, was keinen Klassenunterschied erkennen ließ. Inter geriet unter Druck und wir führten die Zweikämpfe nun aggressiver... Das Ergebnis nahmen wir mit in die Halbzeitpause.
 
Und wieder nahmen wir aus Halbzeit 1 nichts an Schwung mit in Halbzeit 2, sondern ließen uns mal wieder überrumpeln. Halbzeit 2 war ein Mix aus individuellen Fehlern, zaghaftem Zweikampfverhalten, fehlender Übersicht und unkonzentrierter Spielweise (nicht von allen!!!). Aber auch guten Spielzügen, vor allem über unsere starke rechte Seite. Leider viel zu selten und so schenkte uns Inter noch drei Tore ein. Allesamt mit einem Fragezeichen versehen, da diese Tore definitiv zu verhindern waren. Allerdings ist auch hier anzumerken, dass die Hälfte unseres Teams aus "hochgezogenen" 2005ern aus der D besteht, die teilweise gerade mal seit einem Jahr Fußball spielen. Das macht auf dem Platz natürlich in vielen relevanten Dingen einen riesigen Unterschied aus, wenn man gegen Teams spielt, in denen die Mädels größtenteils 2 Jahre älter sind. Von daher kann man sagen, dass wir uns noch am Anfang einer spannenden Reise in die Gepflogenheiten des Großfeld-Fußballs befinden und dafür machen die Kinder das schon sehr ordentlich. Nichtsdestotrotz muss man abschließend sagen, dass Inter unsere Passivität zwar sehr entgegen kam, sie aber verdient in die nächste Pokalrunde eingezogen sind.