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Spielbericht

So, 03.12.17

SV Lichtenberg 47 gg. SFC Stern 1900

 

Auswärtsspiel beim SV Lichtenberg 47 bei eisigen Temperaturen. Die Mannschaft kannten wir bereits aus unserem ersten Pokalspiel, in dem wir die Lichtenberger mit 4:1 förmlich vom Platz fegten. Leider waren wir immer noch (oder wieder mal) stark von Krankheiten und Absagen geschwächt. Glücklicherweise hat uns wieder Leonie aus der D (Stützpunktspielerin und vor Kurzem sogar zum DFB-Sichtungstraining eingeladen) verstärkt, so dass wir wenigstens eine Ersatzspielerin hatten. Wir spielten diesmal mit einer 5-1-1-3. Leider fanden wir gar nicht ins Spiel und machten es uns selber sichtlich schwer ins Spiel zu kommen. Wir hatten so gut wie gar keine Spielanteile, da der erste Ballkontakt so unsicher war, dass die Lichtenberger nur nachzusetzen brauchten und schon waren wir wieder gezwungen, Ball und Gegner hinterher zu rennen. Keine Ballsicherheit, kein Spielfluss und die wenigen Versuche unsere Mittelstürmerin in Szene zu setzen, wurden von der aufmerksamen Lichterberger Hintermannschaft sicher, manchmal etwas konfus, unterbunden. Wir hatten in der Defensive riesige Probleme, die schnellen Angreifer in Schach zu halten. Da wir nicht ins Spiel fanden und sich die individuellen Fehler mehrten, gingen wir mit einem 0:3 in die Pause.

Die zweite Halbzeit begannen wir (viel) engagierter, da in der Halbzeitpause einige Dinge angesprochen wurden und die Mädels zeigen wollten, dass sie es besser können. Wir zeigten schöne Spielzüge, waren gefährlich, aber leider nur bis zum Strafraum. Torgefährlich waren wir zu keinem Zeitpunkt im Spiel. So nutzte Lichtenberg unsere Unsicherheiten in der Defensive zu weiteren 3 Toren. Sie traten auch über die gesamte Spielzeit aggressiver und bissiger auf. Man merkte, sie wollten das heutige Spiel gewinnen. Leider muss ich hier erwähnen, dass die Spielerinnen von Lichtenberg durch ihre körperliche Überlegenheit natürlich Vorteile beim Zweikampf hatten, aber diese teilweise sehr hart geführt wurden. Mitunter schon unfair und der Schiedsrichter hat (mal wieder) so gut wie nichts gepfiffen, obwohl man teilweise bis auf die Straße gehört hat, dass hier in die Knochen gegangen wurde. Bezeichnend für die Inkonsequenz des Schiedsrichters war die letzte Szene des Spiels, als unsere Stürmerin, geschickt durch einen Steilpass, (fast) frei auf das Tor zu lief, die Lichterberger Torhüterin ihr entgegengepreschte und zwei Meter vor dem Strafraum den Ball absichtlich in die Hand nahm. Eine klare Verhinderung einer Torchance, die mit einer roten Karte geahndet werden MUSS. Aber der Schiedsrichter gab hier nur die gelbe Karte. Warum denn das? Erklärung seinerseits: "In der 2. Minute der Nachspielzeit vergebe ich keine rote Karte mehr." Ein schlechter Witz. Wir bekamen also einen Freistoß. Dieser wurde nicht sonderlich platziert geschossen, aber die Torhüterin bekam den Ball nicht unter Kontrolle und so staubte Sophie zum 1:6 ab. Schlusspfiff. 

Der Schiedsrichter ist natürlich nicht verantwortlich, dass wir dieses Spiel verloren haben... Aber ich würde mir im Juniorinnen-Bereich die gleiche konsequente Haltung wünschen, wie im Erwachsenenbereich. Ein Foul ist ein Foul (vor allem, wenn man es schon über den ganzen Platz "knallen" hört) und eine rote Karte durch ein unsportliches Handspiel ist eine rote Karte wegen eines unsportlichen Handspiels. Egal, in welcher Spielminute. Ganz einfach. Aber Lichtenberg hat selbstverständlich absolut verdient gewonnen... und wir? Ja, wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. 

 

 

 

 

So, 26.11.17

SFC Stern 1900 gg. Friedrichshagener SV --> 0:4

 

 

Heute hatten wir ein schweres Spiel gegen den Aufstiegskandidaten Friedrichshagener SV. Da der Kader wieder durch Krankheiten und Termine einiger unserer Spielerinnen erheblich geschwächt war, haben wir uns zwei Spielerinnen aus der D (Jahrgang 2006) "ausgeliehen". Danke hier nochmal an Leonie und Nora für das Aushelfen. Dennoch hatten wir keine Ersatzfeldspieler, so dass wir unsere Ersatztorhüterin, ohne Erfahrung als Feldspielerin, als eben solche einsetzen mussten, damit wir im Notfall wechseln konnten. Jedoch starteten wir gut und hatten sogar die erste Chance... Unsere Stürmerin wurde steil geschickt und die Verteidigung von Friedrichshagen kam nicht hinterher. Eigentlich (mal wieder) ein sicheres Tor. Aber hier fehlt unserer Stürmerin Nummer 2 die Erfahrung und Ruhe, das Runde an der herauseilenden Torhüterin vorbei mit der Innenseite ins Eckige zu schieben. Sondern die Torhüterin wurde als (scheinbar unüberwindbares) Hindernis aus kurzer Distanz angeschossen. Jedoch machten wir weiter Druck und erschwerten es den Gegnerinnen ins Spiel zu finden. Besonders auffällig waren unsere beiden 2006er, die hier gegen 3 Jahre ältere und körperlich weitaus kräftigere Mädchen eine gute Partie spielten.

Wir hatten nicht wirklich zwingende Torchancen, aber Friedrichshagen tat sich doch sichtlich schwer mit unserem Spiel und wirkte überrascht. Leider rächt sich unsere mangelhafte Chancenverwertung jedesmal, da wir in der Verteidigung auch nicht die Ruhe haben, uns aus einer gefährlichen Situation am Strafraum spielerisch zu befreien. Befreiungs"schläge" sind zu kraftlos, zu hektisch und landen irgendwie ständig beim Gegner. Leider waren unsere Torabschläge so dermaßen schwach, dass Friedrichshagen nur in der Mitte zu warten brauchte, um sofort in Ballbesitz zu kommen. So kippte das Spiel innerhalb weniger Minuten und Friedrichshagen ging (auch sicher aufgrund der Erfahrung ihrer Offensivspielerinnen) in Führung. Damit haben wir uns mal wieder das Spiel aus der Hand nehmen lassen und individuelle Fehler (aufgrund mangelnder Erfahrung, fehlender Konzentration und der teilweise sträflichen Passivität) wurden von Friedrichshagen eiskalt ausgenutzt. Hier muss man aber auch erwähnen, dass unser Kader zur Hälfte aus hochgezogenen Spielerinnen des Jahrgangs 2005 besteht, von denen viele gerade seit ca. 1 Jahr Fußball spielen. Aber es ist nicht nur das. Manchmal fehlt uns einfach der Biss und der Wille, uns gegen spielerisch stärkere und körperlich robuster auftretende Gegner wieder ins Spiel zu kämpfen. Das ist eine Sache der Einstellung. Letztendlich gewann der Friedrichshagener SV verdient.